700-Jahr-Feier

Dahlheim trumpft groß auf

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Eröffnung:  Unser Bild zeigt Konrad Marschal (87), einer der ältesten Dahlheimer, und Melina Kaiser(1), die jüngste Dahlheimerin, als sie das rote Band zur Festmeile durchschnitten und damit das Fest eröffneten.

Dahlheim, der südlichste Ort in Niedersachsen und mit rund 180 Einwohnern eines der kleinsten Dörfer in der Region, feierte am Wochenende ganz groß sein 700-jähriges Bestehen.

Nach monatelanger Planung war es am Samstag für die Dahlheimer endlich so weit. Bereits vor Eröffnung des Festes zur 700-JahrFeier hieß es „Bitte einsteigen“. Der Festausschuss hatte zunächst den Ortsrat Uschlag mit dem Planwagen abgeholt und dann die Runde durch Dahlheim gedreht. Jeder der wollte, durfte zusteigen.

Mit schwenkenden Fahnen führte die Jugendfeuerwehr Dahlheim den Zug an, gemeinsam mit ehemaligen Mitgliedern des Spielmannzugs aus Uschlag. Ziel war die Sensensteinstraße in Dahlheim, die Festmeile des Wochenendes in der auch das Festzelt stand. Die jüngste Dahlheimerin, Melina Kaiser (21 Monate), und der älteste Bewohner, der am Fest teilnehmen konnte, Konrad Marschal (87), eröffneten das Fest, indem sie das rote Absperrband durchschnitten und den Weg auf die Festmeile freigaben.

Ortsratmitglied Volker Kullmann und Ortsbürgermeister Carsten Teller bedankten sich bei der Eröffnung insbesondere beim Festausschuss für den starken Zusammenhalt und den Einsatz bei den Vorbereitungen.

Darüber hinaus hätten viele Menschen das Jubiläumsjahr mitgestaltet. In den letzten Monaten sei mit vereinten Kräften ein attraktives Programm auf die Beine gestellt worden, von dem sich jeder überzeugen konnte. Gemeindebürgermeister Bernd Grebenstein schloss sich den Dankesworten an.

Auf der festlich geschmückten Festmeile lockten liebevoll hergerichtete Marktstände. Viele der mit dem Ort verbundenen Gäste kauften dort einen Fotoband, in dem nicht nur die Dahlheimer Häuser abgebildet sind, sondern teils auch die Menschen, die dort wohnen. Regina Kullmann und Robert und Rita Priemer haben das Buch erstellt.

Ein weiteres, beliebtes Mitbringsel war das Kochbuch „Dahlheim tischt auf“. Susanne Kaiser und Christa Witzel hatten die Dorfbewohner aufgefordert, ihre Lieblingsrezepte einzureichen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. In dem Koch- und Backbuch sind über 100 Rezepte enthalten.

Auf der Festmeile kamen die Stände mit Kunsthandwerk, selbst kreiertem Schmuck, gebastelten Karten und vielem mehr beim Publikum gut an. Ruth Wuerker aus Uschlag lies sich beim Sticken der Schwälmer Stickerei über die Schulter schauen. An längst vergangene Zeiten erinnerte auch das Webhandwerk, wo sich Jung und Alt Armbänder knüpfen konnten. Die Dahlheimer Jugend hatte sich in den vergangenen Monaten mit Bilderrahmen, Socken-Tieren und Traumfängern auf den Festtag vorbereitet.

Unter den vielen Leckereien auf der Festmeile waren auch die Dahlheimer Forellen von Günter Kessler zu finden und bei Elisa und Monika Nietman durfte der selbst gemachte Likör aus dem eigenen Gartenanbau probiert werden. Viele Gäste der umliegenden Dörfer waren der Einladung gefolgt und feierten mit – bis spät in die Nacht.

Auf das Dahlheim-Lied, gesungen und komponiert von Holger Schäfer, hatten sich die Dahlheimer im Festzelt ganz besonders gefreut. Unterstützt mit ausgelegten Liederzetteln sangen die Besucher kräftig mit und das gleich mehrmals. Viel Beifall erntete auch die Showtanz-Gruppe „Knallfrösche“ des Escheröder Carnevals Vereins, zu deren Tänzerinnen auch Dahlheimer Mädchen gehören.

Einen Blick auf die Geschichte des Ortes gab es im Feuerwehrgerätehaus mit vielen historischen Bildern. Am Sonntag klang das Festwochenende mit einer Andacht und einem Frühschoppen aus.

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