Kommunalpolitiker ruft Jugend auf, sich politisch zu engagieren

Edgar Büchling zieht sich aus der Staufenberger Politik zurück

+
Abschied aus der Politik: Über 20 Jahre gehörte Edgar Büchling dem Staufenberger Gemeinderat und dem Ortsrat Eschero de an. 

Edgar Büchling, ein Urgestein der Staufenberger Kommunalpolitik, der sich nach über 20 Jahren im Rat der Gemeinde Staufenberg und im Ortsrat von Escherode aus dem aktiven politischen Geschehen zurückgezogen hat, ruft die Jugend in Staufenberg auf, sich stärker politisch zu engagieren.

Staufenberg – „Wir brauchen frischen Wind, wir brauchen junge Leute“, sagt der 79-Jährige. Er appelliert an sie, sich einzumischen, die Sitzungen der Ortsräte und des Gemeinderates zu besuchen und sich in den Fragestunden zu Wort zu melden.

Büchling hatte sich Ende des vergangenen Jahres aus der Politik verabschiedet und sein Mandat im Ortsrat von Escherode niedergelegt. Er wolle nicht noch als „Methusalem“ im Ortsrat sitzen, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Den Sitz hatte er bei der Kommunalwahl 2016 für die Unabhängige Wählergemeinschaft Staufenberg (UWG) errungen. Einen Nachrücker gibt es für ihn nicht.

Zuletzt saß Büchling zwar als einfaches Mitglied im Ortsrat, aber 15 Jahre war er auch Ortsbürgermeister von Escherode. Büchling war als Politiker immer ein Mann der klaren Worte mit eigener Meinung. Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein sagte bei seiner Verabschiedung im Ortsrat von Escherode: „Du hast immer gesagt, was dir auf dem Herzen lag und dabei kein Blatt vor den Mund genommen. Das hat nicht immer jedem gefallen, aber so warst du und so kannte man dich. Das hat einen bleibenden Erinnerungswert ausgelöst“.

2015 kam es zum Bruch mit der SPD, der Büchling über 30 Jahre angehörte. Er trat aus der Partei aus, nachdem der SPD-Unterbezirk Göttingen gegen ihn ein Parteiordnungsverfahren eingeleitet hatte.

Ihm sei parteischädigendes Verhalten vorgeworfen worden, so Büchling damals, weil er sich im Jahr 2014 im Staufenberger Bürgermeisterwahlkampf vor der Stichwahl öffentlich für Bernd Grebenstein ausgesprochen habe, den damaligen Mitbewerber des SPD-Kandidaten Jörg Hartung.

Dies habe er aber als Privatmann getan, betonte Büchling, und hatte auf sein Recht auf freie Meinungsäußerung verwiesen. Er war später dann Mitbegründer der UWG, für die er 2016 für den Gemeinderat und den Ortsrat kandidierte, vor zwei Jahren hat er aber auch die Wählergemeinschaft verlassen.

Die Kommunalpolitik habe ihm immer Spaß gemacht, sagte der gelernte Maler und Tapezierer. Vor allem die Arbeit im Gemeinderat sei wichtig.

Denn dem Gremium komme die Aufgabe zu, die Verwaltung zu kontrollieren. Und dafür hofft er künftig auch auf ein stärkeres Engagement von jungen Leuten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.