Ab dem 12. Mai

Escherode bekommt eine Bank für Mitfahrer

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Projekt Mitfahrbank: Tessa Asche (links) und Helen Mai, die bei der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Gastwerke ein Freiwilliges Ökologisches Jahr leisten, sind die Initiatorinnen.

Escherode. Nach der Idee einiger Escheröder, in dem Dorf ein Car-Sharing-Konzept mit einem Elektroauto zu entwickeln, steht nun ein weiteres Projekt vor dem Start. Escherode bekommt eine Mitfahrerbank.

Am 12. Mai wollen Tessa Asche (18) und Helen Mai (19), die bei der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Gastwerke in Escherode ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren, auf dem Dorfplatz in der Ortsmitte eine Mitfahrbank aufstellen. Schon jetzt weist auf dem Platz an der Bachstraße ein Schild darauf hin.

Die massive Holzbank aus Eichenholz ist auch schon fertig gezimmert und steht auf dem Gelände der Gastwerke bereit. Die Gastwerke haben den beiden FÖJlerinnen auch das Holz zur Verfügung gestellt und ihnen beim Bau geholfen. Auch die ersten Schilder haben Tessa Asche und Helen Mai schon geschrieben, mit denen Mitfahrinteressenten vorbeifahrenden Autofahrern signalisieren können, wohin sie möchten.

Nächste Bushaltestelle direkt neben der Bank

Den Platz für die Bank haben die beiden mit Blick darauf ausgewählt, dass dort viele Autofahrer vorbeifahren und die Mitfahrinteressenten im Zweifel auch auf den Bus ausweichen können. Denn direkt neben der Dorfbank gibt es die nächste Haltestelle.

Die beiden FÖJlerinnen werden sicherlich zu den ersten gehören, die ausprobieren, wie die Mitfahrbank funktioniert. Beide haben bisher keinem Führerschein und sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, wenn sie von Escherode in ihre Heimatregionen fahren wollen. Mai stammt aus Berlin, Asche hat zuletzt in Leipzig gelebt. Die Mitfahrbank soll den öffentlichen Nahverkehr ergänzen, vor allem zu den Zeiten, wo kein Bus fährt.

Aber es geht ihnen nicht nur darum, die Mobilität auf dem Land für Menschen zu verbessern, die noch keinen Führerschein haben oder nicht mehr selbst fahren wollen, also vor allem für jüngere und ältere Escheröder. Sie stört es zudem, dass in vielen Autos nur eine Person unterwegs ist. „Das ist zu wenig. Wenn schon Auto fahren, dann so effektiv und energiesparend wie möglich“, sagen sie. Es seien ohnehin schon zu viele Autos auf den Straßen unterwegs und jeder könne daran mitwirken, den Ausstoß der für Mensch und Umwelt schädlichen Abgase zu verringern.

Anstoß für mehr Fahrgemeinschaften

Und sollte sich die Idee der Mitfahrbank nicht durchsetzen, hoffen sie, dass ihre Aktion ein Anstoß sein könne, dass sich in Escherode mehr Fahrgemeinschaften bilden. Die Bank könnte dann ein Treffpunkt dafür sein. Der Bedarf bei jüngeren und älteren Menschen nach mehr Mobilität auf dem Land sei auf jeden Fall da.

Die Werbetrommel rühren sie bereits seit einigen Wochen. Sie haben nicht nur das Schild aufgestellt, mit dem sie ihr Projekt ankündigen, auch im Ortsrat haben sie es präsentiert sowie bei der Bürgerversammlung für den Wettbewerb „Unser Dorf fährt elektrisch“ des Landkreises Göttingen, an dem Escherode teilnimmt. Der Ortsrat sieht das Vorhaben sehr positiv, sagt Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Stock. „Es ist eine gute Idee, und der Versuch lohnt sich in jeden Fall.“

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