Escheröder würden Friedhofskapelle nehmen

Escherode. Der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Escherode liegt ein Angebot der Gemeinde Staufenberg zur Schenkung der Friedhofskapelle Escherode vor.

Die Kapelle ist im Besitz der Gemeinde Staufenberg, der Friedhof selbst gehört der Kirche. Am Freitag hatte der Kirchenvorstand die Bevölkerung eingeladen, ihre Wünsche und Bedenken zu diesem Vorhaben zu äußern. 20 Einwohner waren gekommen und hatten sich am Ende bei einer Enthaltung dafür ausgesprochen, das Gebäude weiter zu erhalten. In Escherode wird die Friedhofskapelle etwa acht bis zehn mal im Jahr für Trauerfeiern genutzt, so Kirchenvorstand Siegfried Bretthauer. Lediglich in Ausnahmefällen stehe hierfür auch die Kirche zur Verfügung, welche für Sargbeisetzungen aber schwierig zu erreichen sei.

Montagabend wird der Kirchenvorstand über den Schenkungsvorschlag beraten und voraussichtlich einen Beschluss fassen.

Die finanzielle Belastung durch die laufenden Kosten und anstehenden Renovierungen sieht Siegfried Bretthauer als tragbar. So müssten die Fenster und Türen renoviert werden, sowie langfristig die Außenfassade des Gebäudes. Die Kosten würden zukünftig durch die Nutzung der Trauerhalle erwirtschaftet.

Kritisch von den Einwohnern wurde allerdings das Übernehmen weiterer ehrenamtlicher Arbeiten gesehen. So müsste der Innenraum zusätzlich regelmäßig gereinigt werden.

Das Ehrenamt rund um die Pflege der Friedhofsanlage verteile sich ohnehin auf wenige Schultern, hieß es in der Versammlung. Außerdem fehle es an Unterstützung der jüngeren Generation, die körperlich tatkräftiger mit anpacken könnte, als die derzeitigen Ehrenamtlichen. Auch hierzu müsse sich der Kirchenvorstand in der heutigen Sitzung beraten. (zsk)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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