Graureiher an Vogelgrippe verendet

Geflügelpest ist im Landkreis Göttingen angekommen

Landkreis Göttingen. Ein in der Gemeinde Staufenberg tot aufgefundener Graureiher ist an Geflügelpest verendet.

Damit sei nun erstmals auch der Landkreis Göttingen betroffen, so Pressesprecher Ulrich Lottmann.

Eine landkreisweite Stallpflicht werde jedoch nicht angeordnet. Aufgrund der Gefahr der Einschleppung des gegenwärtig kursierenden Geflügelpestvirus H5N8 in Hausgeflügelbestände seien jedoch alle Geflügelhalter aufgerufen, jedes Risiko zu minimieren.

Da das Geflügelpestvirus mit dem Kot infizierter Vögel ausgeschieden wird, bestehedarüber eine besonders hohe Verschleppungsgefahr. Dieser soll mit den sogenannten Biosicherheitsmaßnahmen begegnet werden.

Dazu gehöre, dass bei der Freilandhaltung von Geflügel sichergestellt ist, dass Geflügel nur an Stellen gefüttert wird, die nicht für Wildvögel zugänglich sind.

Das Geflügel darf nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben. Außerdem müssen Futter und Einstreu so gelagert werden, dass es für Wildvögel nicht zugänglich ist.

Gleiches gilt auch für Gegenstände wie Heugabeln, Eimer und dergleichen, mit denen das gehaltene Geflügel in Berührung kommen kann. Darüber hinaus sollte jeglicher Personenkontakt mit dem Geflügel, den Ausläufen und Stallungen möglichst geringgehalten werden, um Virus-Verschleppungen etwa über Schuhwerk zu vermeiden.

Auch, wer als Hobby Geflügel hält oder nur eine kleine Zahl von Tieren hat, müsse ein ein Bestandsregister führen, informiert der Landkreis weiter. Sollten Tiere verenden, ist dies mit der Anzahl und Datum zu vermerken.

Und: Wildvogel-Totfunde sollten gemeldet werden, insbesondere wenn es sich um Wasserwildvögel oder aasfressende Wildvögel wie Bussarde handelt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Arno Burgi/dp

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