Grüne fordern Verbesserungen bei Radwegen in Staufenberg

Gefährliche Ecke: Hans-Joachim Beisheim, Ratsmitglied der Grünen, kritisiert die für Radfahrer gefährliche Straßenüberquerung am Ortseingang von Landwerhagen an der Oberen Dorfstraße, wo mehrere Radwege zusammentreffen. Foto: Maaß

Staufenberg. Die Staufenberger Grünen sehen für das Radwegenetz in Staufenberg erheblichen Handlungsbedarf. Das ist das Ergebnis zweier Radtouren durch Staufenberg Mitte Juni und Anfang August, zu denen sie auch die Bewohner Staufenbergs eingeladen hatten.

Mit dabei war auch Bürgermeister Bernd Grebenstein.

Es gebe zu wenige Radwege, die gut ausgebaut seien, sagt Ratsmitglied Hans-Joachim Beisheim. Manche Strecken verdienten den Namen nicht. Es seien nur Feldwege, die mit einem Schild versehen seien. An anderen Stellen fehlten befestigte Verbindungsstücke wie im Ingelheimtal zwischen Nienhagen und Uschlag. Zudem wäre dort eine Brücke über den Ingelheimbach nötig, die für Radfahrer geeignet wäre. Die vorhandene habe auf beiden Seiten Stufen.

Im Fokus stehen auch gefährliche Ecken, wo Radler eine Straße passieren müssen, ohne dass Autofahrer erkennen können, dass Radler die Straße kreuzen. Zum Beispiel am Ortseingang von Landwehrhagen an der Ecke Obere Dorfstraße/Fuhrweg, wo drei Radwege aufeinandertreffen.

Weiterer Kritikpunkt sind fehlende Serviceangebote wie abschließbare Fahrradboxen, wo Radler ihre Räder unterstellen können, wenn sie zum Beispiel länger mit dem Bus unterwegs sind, oder Aufladestationen für Elektro-Räder. Am Donnerstagnachmittag ließen Beisheim und Volkhard Hartmann, Fraktionschef der Grünen im Rat, ihren Worten auch gleich Taten folgen, und übergaben Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein drei Fahrradständer für das Rathaus. Der vorhandene sei ungeeignet, sagte Hartmann bei der Übergabe der mit Sonnenblumen geschmückten Ständer.

Bei Grebenstein stießen die Grünen auf offene Ohren. Auch er stehe für eine Verbesserung des Radwegenetzes. Zudem sei dies auch eine Forderung der Bürger bei den Beratungen für das Gemeindeentwicklungskonzept (Isek) gewesen, mit dem sich Staufenberg künftig besser präsentieren will. Er stehe bereits mit dem Landkreis in Kontakt, für was es Fördermöglichkeiten gebe. Zudem wolle er sich bei den künftigen Haushaltsberatungen im Gemeinderat dafür einsetzen, dass mehr Mittel für Radwege zur Verfügung stehen. Es gebe dort einen Investitionsstau.

Demnächst will er die Teilnehmer der beiden Radtouren zu einem Arbeitskreis einladen, um über die nächsten Schritte zu beraten. (ems)

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