Grüne sind gegen A-7-Umleitung durch den Wald

Nadelöhr Bundesstraße 496: Ist die Autobahn gesperrt, kommt es auch auf den Umleitungsstrecken wie der Bundesstraße 496 bei Lutterberg schnell zu kilometerlangen Staus. Foto: Archiv

Staufenberg. In der Debatte um neue Umleitungsstrecken für die Autobahn 7 haben die Staufenberger Grünen einer Waldroute eine klare Absage erteilt.

Die Fraktion der Grünen im Staufenberger Gemeinderat begrüßt die Initiative, zu den bestehenden Umleitungen der A7 im südlichen Landkreis Göttingen Alternativen zu prüfen. Routen durch den Kaufunger Wald lehnt sie allerdings ab. Das teilte Fraktionsmitglied Joachim Beisheim jetzt mit.

Zu der Debatte um eine neue weiträumige Umleitungsstrecke für die A 7, wie sie die Bürgermeister der Gemeinde Staufenberg, Bernd Grebenstein, und der Stadt Hann. Münden, Harald Wegener, fordern, heißt es in der Stellungnahme: „Natürlich sollte nicht nach dem St.-Florians-Prinzip das Problem von einer Gemeinde in die nächste verlagert werden, insofern sind auch die Bedenken der hessischen Nachbarn durchaus verständlich.“

Es gebe aber leistungsfähigere Routen, zumindest für Teile des Fernverkehrs, als den gesamten Umleitungsverkehr einer sechsspurigen Autobahn über Landstraßen mit Ortsdurchfahrten in Staufenberg, ampelgeregelte Kreuzungen und einspurige Brücken in Münden umzuleiten.

Zu der Variante, Forststraßen durch den Kaufunger Wald als Umleitungsalternative für den Autobahnverkehr anzubieten, wie sie Sichelnsteins Ortsbürgermeister Gerd Hartung mit der Kohlenstraße und der Straße am Hühnerfeld ins Gespräch gebracht hat, weisen die Grünen darauf hin, dass weder der Querschnitt dieser Straßen noch deren Ausbau geeignet sei, derartige Verkehrsmengen aufzunehmen.

„Hinzu kommt, dass auch die weiterführenden Straßen über Laubach und Hedemünden beziehungsweise Staufenberger Gebiet führen, so dass hier keinerlei Entlastung, sondern eher noch eine zusätzliche Belastung zu erwarten ist“, so Beisheim.

Zudem weisen die Grünen darauf hin, „dass bereits Überlegungen angestellt wurden, jeglichen Durchgangsverkehr auf der vorgesehenen Route zum Schutz des Naturschutzgebietes Hühnerfeld zu unterbinden. Dieser Vorschlag setzte sich zwar nicht durch, dennoch sollten nun aber nicht auch noch zusätzliche Belastungen herbeigeführt werden.“ (ems)

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