Hilfe für verletzten Rotmilan in Speele - Tier hatte Nasenbluten

Hilfe für den Milan: Hans-Joachim Haberstock (links) wildert den Rotmilan aus, rechts Boris Krug. Foto:  Privat/nh

Speele/Varlosen. Naturschützer Hans-Joachim Haberstock erhielt kürzlich einen Anruf aus Speele. Dort war ein großer Vogel aufgefunden worden. Der Varloser, sehr engagiert und erfahren im Naturschutzbund Nabu, fragte nach.

In dem Staufenberger Ortsteil an der Fulda hatten Kinder einen Rotmilan auf einem Feld liegen sehen und Boris Krug als naturverbundenen Jäger benachrichtigt. „Da der verletzte Milan noch völlig durchnässt war, war mein erstes Anraten, ihn in eine Kiste mit warmer Decke zu legen“, berichtet Haberstock. „Wegen der weiten Entfernung haben wir uns auf eine schnelle Übergabe in Hann. Münden geeinigt.“

Eine erste Untersuchung ergab: kein Flügelbruch beim Milan, dafür aber Nasenbluten und Hämatone am Kopf- und Brustbereich. Der Milan muss irgenwo gegen ein Hindernis geflogen sein. Haberstock: „Es sah nicht gut aus.“ Der Greifvogel wurde mit einem Vitaminpräparat versorgt „und seine erste Übernachtung war neben unseren warmen Kachelofen in der Stube“.

Am nächsten Tag ging‘s zu Tierarzt Uwe Gottwald nach Dransfeld. Dort gab es noch eine Untersuchung und ein Aufbaupräparat. „Nach der Zwangsfütterung am Samstag nahm der Milan am Sonntag sein Futter selbst. Am Montagnachmittag habe ich eine Unruhe beim Milan feststellen können, ein gutes Anzeichen, denn er will raus“, erzählt Haberstock.

Am Dienstag ergab ein Schwungtest an der Hand, dass seine Flugelschläge kraftvoll und gleichmäßig waren.

Ein nochmaliger Test an einer Langfessel Mittwoch früh bestätigte die geplante Auswilderung bei regenfreiem Wetter gegen Mittag.

Hans-Joachim Haberstock und Boris Krug trafen sich später in der Nähe des Golfplatzes zur Auswilderung. Und alles klappte wie erhofft. Der Rotmilan stieg problemlos in die Höhe.

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