Finanzieren soll sich das Projekt  durch Anlieferer

A7-Lärmschutz zum Nulltarif für Landwehrhagen

Lärmquelle Autobahn: Der Lärm der Autobahn 7 belastet mehrere Dörfer in Staufenberg. Jetzt könnte es für Landwehrhagen (im Hintergrund) eine Erleichterung geben. Der Unternehmer Dennis Schnittger hat die Idee für einen Lärmschutzwall, der Staufenberg nichts kosten soll. Foto: Archiv

Staufenberg. Der Unternehmer Dennis Schnittger plant einen Lärmschutzwall für Landwehrhagen an der A7, der die Gemeinde Staufenberg nichts kosten soll.

Einen Lärmschutzwall für Landwehrhagen an der Autobahn 7, der die Gemeinde Staufenberg nichts kosten soll - das plant der Landwehrhäger Unternehmer Dennis Schnittger (44). Zusammen mit seiner Frau Simone führt er die D+S Baustoff-Recycling GmbH in Landwehrhagen.

Finanzieren soll sich das Projekt letztlich durch die Anlieferer des Bodenmaterials, mit dem der Wall errichtet werden soll. Es handele sich um unproblematischen, normalen Boden, der entsteht, wenn Baugruben für private und gewerbliche Projekte ausgehoben werden. Der Markt dafür sei da, sagt Projektleiter Ralf Bertram. Die Kontrolle und die Aufsicht werde die D+S Baustoff-Recycling GmbH übernehmen, ebenso wie die Planung im Vorfeld und die Absprache mit den Behörden, so Dennis Schnittger im Gespräch mit unserer Zeitung. Für das Vorhaben würde das Unternehmen vier zusätzliche Arbeiter einstellen.

Aufgabe der Gemeinde Staufenberg wären vertragliche Vereinbarungen mit den Eigentümern der Flächen, auf denen das „Erdbauwerk“ entstehen soll. Die Flächen müssten nicht unbedingt gekauft werden. Die D+S Baustoff-Recycling GmbH als Betreiberin des Walls würde der Gemeinde dafür, dass sie die Flächen zur Verfügung stellt, eine entsprechende Vergütung zahlen.

Beabsichtigt ist ein Lärmschutzwall auf einer Länge von 2000 Metern an der Autobahn 7 am östlichen Ortsrand von Landwehrhagen. Er soll zwölf Meter hoch sein und am Fuß je nach der örtlichen Gegebenheit eine Breite zwischen 40 bis 50 Metern haben. Die Wallkrone werde nach den derzeitigen Pläne ein bis zwei Meter breit sein.

Projektleiter Bertram geht von einer Bauzeit von etwa sechs Jahren aus. Er rechnet mit etwa 100.000 bis 150.000 Kubikmeter Boden, die pro Jahr anfallen und verbaut werden können.

„Es ist bisher nur eine Idee“, die noch geprüft werden müsse“, sagt Schnittger, der bereits auf Erfahrungen mit dem Bau von Lärmschutzwällen unter anderem an der Autobahn 44 bei Baunatal verweisen kann.

Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein sagte, er stehe dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber. Jetzt müsse die Machbarkeit überprüft werden. Die Pläne liegen dem Rat der Gemeinde bereits zur Prüfung vor.

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