Navigationssysteme zeigen Sperrung nicht an 

Lastwagenfahrer ignorieren Sperrung der Ortsdurchfahrt von Landwehrhagen

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Auf einen Blick: Per TMC werden fast ausschließlich Meldungen von Bundesstraßen und Autobahnen angezeigt.

Knifflige Situationen verursacht die Ortsdurchfahrt-Sperrung in Landwehrhagen. Voraussichtlich noch bis November wird gebaut, an die Sperrungen halten sich viele Lkw-Fahrer nicht.

Kürzlich hatte HNA-Leser Michael Brand beobachtet, wie Lkw-Fahrer, die die ausgeschilderte Sperrung missachtet und auch Schilder beiseite geräumt hatten, samt Auflieger rückwärts durch den Ort fahren mussten.

Brand ist verwundert, dass diese gerade auch bei A7-Sperrungen nicht unwichtige Strecke in den Navigationssystemen nicht aufgeführt wird. 

Antwort auf diese Frage kann die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover liefern. Sperrungen werden über einen speziellen Kanal in die Navigationssysteme eingepflegt, über den „Traffic-Message-Channel“ (TMC, zu deutsch: Verkehrsnachrichtenkanal).

Navis führen nicht flächendeckend alle Nebenstrecken 

Die Anzahl der Orts-Codes für einzelne Strecken ist allerdings begrenzt – die Bundesstraßen und das Autobahnnetz sowie Nebenstrecken sind umfangreich aufgeführt, allerdings nicht flächendeckend alle Nebenstrecken.

Deshalb wird für die Ortsdurchfahrt Landwehrhagen keine Meldung in den Navigationssystemen ausgespielt, heißt es von der Verkehrsmanagementzentrale, die der Straßenbaubehörde angehört. 

Diese technische Limitierung werde sich in naher Zukunft auch nicht ändern. Grundsätzlich könne es auch Probleme mit älteren Navigationssystemen geben. Da diese mit einem älteren Standard arbeiten, werden hier nicht immer alle Meldungen angezeigt. 

So bleibt für Landwehrhagen nur die Hoffnung, dass sich auswärtige Fahrer auf die Beschilderungen verlassen – eine Lösung per Navi gibt es nicht.

Der "Traffic-Message-Channel"

Informationen über Staus und Sperrungen kommen über den sogenannten Traffic-MessageChannel kurz TMC, auf das Navigationssystem. Den Dienst gibt es in kostenfreien und kostenpflichtigen Varianten. 

Dabei werden Informationen durch die Radiosender des Norddeutschen Rundfunks übertragen. Die Daten für die Sperrungen kommen von der Polizei, von Verkehrsüberwachungssystemen wie Stausensoren oder von Induktionsschleifen, die den Verkehrsfluss überwachen. 

Diese Systeme schalten auch Stauwarnschilder automatisch. Alle erfassten Daten werden in der Betriebs- und Tunnelzentrale der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau- und Verkehr in Hannover gebündelt. Sie kann im Bedarfsfall eingreifen.

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