Luchsin tappte in Falle: Tier mit Sender ausgestattet

Luchsin tappte in Falle: Die Mitarbeiter des Nationalpark Harz statteten das Wildtier, das im Wald bei Escherode in die Kastenfalle ging, mit einem Halsbandsender aus. Foto: Niedersächsische Landesforsten/nh

Escherode. Mit einem Köder lockte Revierförster Helmut Schauf eine hungrige Luchsin in eine Lebendfalle. Forscher versahen das Tier mit einem Sender und ließen es wieder frei.

Eine ausgewachsene Luchsin wurde in der Nacht auf Dienstag bei Escherode im Niedersächsischen Forstamt Münden gefangen. Das berichtet Michael Rudolph, Regionaler Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten. Mitarbeiter des Nationalpark Harz hätten die hungrige Luchsin in eine Kastenfalle gelockt, um das Wildtier mit einem Halsbandsender zu versehen, teilt Rudolph mit. Gegen Mitternacht sei das gesunde und 18,3 Kilogramm schwere Tier wieder freigelassen worden.

Erbeutetes Reh als Köder

Vorausgegangen war, dass der Leiter der Revierförsterei Escherode, Helmut Schauf, ein vom Luchs erbeutetes Reh gefunden hatte. Das Reh diente als Köder für eine Kastenfalle. Die eigene Beute lockte die Luchsin schließlich in die Lebenfalle.

Vermessen und untersucht

Dort sei sie betäubt und anschließend vermessen und untersucht worden, erläutert der Forstsprecher. Ausgestattet mit dem Sender können Mitarbeiter des Luchsprojekts das Tier nun über große Distanz verfolgen.

Wie Rudolph weiter berichtet, erhoffen sich Luchsforscher wichtige Erkenntnisse über die Wanderbewegungen der heimischen Luchse sowie über ihr Territorialverhalten. Bereits mehrfach wurden Luchse in Südniedersachsen erfolgreich mit Sendern ausgestattet worden, berichtet Ole Anders vom Nationalpark Harz. Die großen Waldgebiete im Harz, Solling, Kaufunger Wald oder Reinhardswald sind fester Bestand dieser Wildtiere. Zu- und Abwanderungen können mit Hilfe der Telemetrie (Übertragen von Messwerten) über die Halsbandsender genau verfolgt werden.

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