Jeweils 250.000 Euro für 2017 und 2018

Mehr Plätze: Kita in Uschlag wird erweitert

Staufenberg. In der Gemeinde Staufenberg sollen neue Kitaplätze entstehen. Der Finanzausschuss des Gemeinderates hat am Mittwochabend einstimmig grünes Licht für eine Erweiterung des Kindergartens in Uschlag gegeben.

Geplant sind Räume für eine neue Krippengruppe für unter Dreijährige. Im Investitionsprogramm werden dafür für die Jahre 2017 und 2018 jeweils 250.000 Euro zur Verfügung gestellt. Der Ausschuss war sich einig, den Standort Uschlag mit der Grundschule stärken zu müssen.

Derzeit gibt es dort keine Krippenplätze. Unter anderem fehle dafür ein Schlaf- und auch ein Wickelraum für unter zweijährige Kinder, sagt Susanne Christ, Leiterin der Einrichtung, im Gespräch mit unserer Zeitung. Zur Zeit verfüge die Einrichtung in Uschlag nur über Plätze in einer altersübergreifenden Gruppe für Kinder ab zwei Jahren.

Krippenplätze fehlen

Hintergrund der Debatte um neue Kitaplätze in Staufenberg ist ein Defizit von mindestens 35 Krippenplätzen. Das ergibt sich aus einer aktuellen Bedarfsanalyse der Gemeinde. Klarheit herrschte im Ausschuss auch darüber, dass die Erweiterung in Uschlag nur ein erster Schritt sein könne. In der Debatte ging es auch um einen möglichen Kindergartenneubau auf einem gemeindeeigenen Grundstück in Sichelnstein an der Burgstraße.

Ins Gespräch gebracht hatte den Neubau Markus Otto vom gleichnamigen Architekturbüro aus Gieboldehausen, das von der Gemeinde Staufenberg mit einer Bestandsanalyse und für Vorschläge beauftragt worden war, wie das Problem der fehlenden Kitaplätze zu lösen sei. Für den Neubau mit zwei Kitagruppen und einer Krippengruppe veranschlagt Otto Herstellungskosten in Höhe von rund 1,55 Millionen Euro.

Der Ausschuss folgte am Mittwochabend einem Vorschlag von Ratsmitglied Gerd Hartung, Bürgermeister Bernd Grebenstein mit der Suche nach einem möglichen Investor für einen Neubau zu beauftragen.

Als Alternative zu einem neuen Kindergarten hatte Otto die Erweiterung der Kindergärten in Uschlag und Lutterberg um jeweils eine Krippengruppe vorgeschlagen, um zumindest den aktuellen Bedarf zu decken.

Die Gemeinde Staufenberg steht bei Krippenplätzen mit einer Nachmittagsbetreuung unter Druck, weil Eltern darauf einen Rechtsanspruch haben. Die letzte Entscheidung liegt nun beim Rat der Gemeinde Staufenberg. Finanziert werden muss das Projekt über Kredite 

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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