Mehrheit im Rat für Aldi Nord-Projekt

Lutterberg. In Staufenberg zeichnet sich eine breite politische Mehrheit für das Aldi-Nord-Projekt im Staufenberger Ortsteil Lutterberg ab. Das ergab eine Umfrage unserer Zeitung.

In den Fraktionen von SPD, CDU und Grünen stößt der Bau eines regionalen Zentrallagers von Aldi Nord am Ortsrand von Lutterberg auf breite Zustimmung. Die Unabhängige Wählergemeinschaft Staufenberg (UWG) war für eine Stellungnahme am Donnerstag nicht zu erreichen.

Roland Schepp, Vorsitzender der Staufenberger SPD, die im Rat der Gemeinde Staufenberg mit neun Stimmen die größte Fraktion stellt, rechnet sogar mit einem einstimmigen Votum seiner Fraktion zu dem Projekt, das in Lutterberg selbst sehr umstritten ist. Der Ortsrat Lutterberg hatte sich mit den Stimmen der CDU dagegen ausgesprochen.

Schepp begründet die Haltung seine Partei damit, dass Staufenberg dringend seine Einnahmen verbessern müsse und deshalb auf die Gewerbesteuern angewiesen sei. Für Lutterberg müsse aber alles getan werden, um durch Schallschutzmaßnahmen die zusätzlichen Belastungen zu verringern.

Auch die Mehrheit der CDU-Fraktion werde das Projekt mittragen, weil die Gemeinde für ihre Zukunftsaufgaben die Steuermehreinnahmen brauche, so ihr Vorsitzender Gerd Hartung. Die Union verbindet ihre Zustimmung ebenfalls mit einem besonderen Schallschutz für den Ort. So schlägt sie unter anderem vor, die Zufahrt zum Lager weiter in Richtung Wald zu verlegen und auf einen Kreisverkehr zu verzichten. Zudem soll ein Erdwall als Sicht- und Lärmschutz an der Bundesstraße 496 geprüft werden.

Wie bereits berichtet, stehen die Grünen dem Projekt ebenfalls positiv gegenüber. Neben Schallschutz fordern sie zudem, dass verbindlich geregelt werden müsse, dass die Lastwagen für die Fahrten zum und vom Zentrallager die Autobahn benutzen.

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