Erfindung von Maschinenbautechniker Otto Rinke 

Mit diesem neuen Gelenkarm lassen sich schwere Lasten leicht heben

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Im Büro des Konstrukteurs: Maschinenbautechniker Otto Rinke aus Escherode präsentiert sein neues Mittelgelenk für Schwenkarme. Vorne links ist die Zeichnung eines solchen Arms zu sehen, in den das Gelenk eingebaut wird.  

Staufenberg. Der Maschinenbautechniker Otto Rinke hat einen Gelenkarm entwickelt, mit dem sich schwere Lasten leicht heben lassen. 

Lasten federleicht heben und bewegen – mit dieser Aufgabe beschäftigt sich der Staufenberger Maschinenbautechniker Otto Rinke (69) seit Jahrzehnten. Industrie und Handwerk setzen bei großen Gewichten Krane ein, bei kleineren sogenannte Gelenkarme, an denen Hebevorrichtungen wie Haken oder Magnete hängen.

Rinke hat nun einen Arm entwickelt, der den Arbeiter noch stärker entlastet als bisher. „Power-Arm“ nennt er dieses Multifunktionsgerät, das mit einem neuartigen Mittelgelenk mit Zahnrädern ausgestattet ist.

Er sei allen „bisher üblichen starren Schwenkarmen haushoch überlegen“, wirbt er auf seiner Homepage. Das Arbeiten mit diesem Gerät sei dadurch leichter, schneller, belastungsfreier. Alle Bewegungsabläufe seien fließend und harmonisch.

Rinke hat sich dieses besondere Mittelgelenk, mit dem die beiden Teile des Gelenkarms verbunden werden, patentieren lassen. „Beide Arme sind dadurch in der Bewegung und der Geschwindigkeit total aufeinander abgestimmt“, sagt Rinke. „Diese synchrone Bewegung ist das Neuartige des Gelenks.“ Hinzu komme, dass es so konstruiert sei, dass es unterstützend durch einen Motor betrieben werden könne. „Auch das gibt es in Verbindung mit einem Gelenkarm so noch nicht.“

Der Gelenkarm: Unser Bild zeigt den Arm mit dem eingebauten neuen Mittelgelenk, das sich Otto Rinke hat patentieren lassen.  

Gesteuert wird das Ganze mit einem Einhandgriff. Den Arm bewegt der Arbeiter so mit einer Hand. Dies erfordere keine große Anstrengung, weil das Gerät besonders kugelgelagert sei, so Rinke. Erst wenn der Arbeiter die Last heben will, setzt er mit einem Sensor am Griff einen Elektromotor in Gang, der sich stufenlos regeln lässt, ähnlich wie beim Gasgeben im Auto. Die Lasten lassen sich so millimetergenau bewegen.

Rinke hat sein System schon zu Produktionsreife gebracht. Einige Schwenkarme mit seinem neuen Mittelgelenk hat er bereits bauen lassen. Genaue Zahlen nennt er nicht.

Auch zum Preis will er sich nicht äußern. Aber er müsse Preisvergleiche nicht scheuen. Seine Konstruktion sei aber auch für kleinere Betriebe erschwinglich.

Zwei Typen hat er im Angebot: einen für Lasten bis 240 Kilogramm und einen für ein Gewicht bis 120 Kilogramm. Hinzu komme ein „stimmig“ zugeschnittenes Zubehör.

Es sei zudem möglich, individuelle Wünsche des Auftraggebers etwa bei der Länge des Schwenkarmes zu berücksichtigen, sagt Rinke. Auch rollbar sei der Arm lieferbar.

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