Neuer Rundkurs: Gemeinde Staufenberg will ihr Wanderwegenetz verbessern

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Zeugnis der Geschichte: Die Burgruine in Sichelnstein ist ein beliebter Veranstaltungsort für Konzerte und Feste.

Staufenberg. Stefan Müller und Andreas Marte, Mitarbeiter der Gemeinde Staufenberg, sind seit einiger Zeit auf Schusters Rappen unterwegs – im Auftrag der Gemeinde.

Sie machen sich ein Bild vom Zustand der Wanderwege rund um Staufenberg, berichtete Bürgermeister Bernd Grebenstein in der jüngsten Ratssitzung. 25 Kilometer liegen noch vor ihnen, am Ende werden sie rund 100 Kilometer marschiert sein.

Stefan Müller, Leiter des Staufenberger Gemeindeservice, und Andreas Marte, Projektentwickler für die Gemeindeentwicklung, leisten eine Bestandsaufnahme. Sie diene dazu, das Wanderwegenetz zu verbessern und stärker zu vermarkten, erläutert Grebenstein. Ziel sei es, einen neuen, rund 50 Kilometer langen Rundwanderweg durch das „Staufenberger Hochland“ zu entwickeln. Möglicher Name: Panorama Gebirgskammpfad Staufenberg. Der Wanderer marschiere immerhin auf bis zu 600 Höhenmeter.

Naturpark Münden

Um die touristische Attraktivität Staufenbergs zu steigern, arbeite die Kommune eng mit dem Verein Naturpark Münden zusammen, erläuterte der Verwaltungschef. Viele regionale und überregionale Wanderwege verliefen durch das Gemeindegebiet wie zum Beispiel der Märchenlandweg, der Kassel-Steig, der Grimm-Steig oder Eco-Pfade.

Grebenstein: „Wir wollen eine Entdeckertour entwickeln, welche durch überregional gleich aufgestellte Wegeweiseschilder beworben wird und Wanderern die Möglichkeit bietet, von A nach B zu wandern und dabei mit Bus und Bahn anreisen zu können.“

Mit Bus und Bahn

Eingebunden werden in das Netz des öffentlichen Nahverkehrs sollen die Bahnhöfe in Speele und Hedenmünden. Das sei wichtig, betont der Bürgermeister, weil erfahrungsgemäß Wanderer ohne Anbindung an Zug und Bus solche Rundwanderangebote meiden.

Der heutige Wanderer wolle nicht mehr von Ausgangspunkten abgeholt oder mit dem Taxi befördert werden müssen. Auf dem Rundkurs in Staufenberg gebe es interessante Punkte wie Gut Wissmannshof, Fuldagarten, Burgruine Sichelnstein und die römische Festungsanlage Kring im Kaufunger Wald.

Staufenberg sei mit der Gemeinde Nieste wegen der etablierten Wanderschule und dem Ausflugsziel „Königsalm“ im Gespräch und strebe eine Zusammenarbeit an. Die Bestandsaufnahme mit dem Ziel, einen Rundkurs zu entwickeln, ist ein Ergebnis des Gemeindeentwicklungskonzeptes, das unter Beteiligung von Einwohnern entstanden ist.

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