Abstruses zum Lachen

Petticoat und Pomade: Komiker traten in Landwehrhagen auf

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Humoristisch: Moni Francis und Buddy Olly zeigten ihre Comedyshow im ausverkauften Rathaussaal in Landwehrhagen und hatten die Lacher auf ihrer Seite. 

Landwehrhagen. Früher war alles besser? Diesem Vorurteil widersprachen die Comedians Moni Francis und Buddy Olly auf entzückende Weise mit ihren Parodien im Rathaussaal Landwehrhagen.

In ihrer Show „Petticoat & Pomade“ präsentierte das Duo abstruse Geschichten, herrlich schöne Anekdoten gespickt mit geschichtlichen Hintergründen. Manch ein „Ahaaa“ oder „Ohoo“ war dazu im Publikum zu hören.

So ließ Moni Francis das Publikum raten, wie wohl die Künstlerin hieß, die seit 1949 in einer Castingshow abgewählt wurde und einen Single-Flop nach dem anderen landete. „Damals hatte man noch Durchhaltevermögen. Da konnte man schon mal acht Singles produzieren, die keiner hören wollte.“

Auf Connie Francis ist keiner gekommen, die erst knapp zehn Jahre später mit „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ Deutschlands erfolgreichste Single des Jahres landete.

Moni Francis sang diesen und noch viele weitere Schlager aus den 50ern mit einer schönen Stimme, frech und verspielt performt. Rockiger waren die Songs von Buddy Olly, der passend zum Rock´n ´Roll mit dem Mikrofon über die Bühne tanzte. Das Künstlerpaar blieb permanent im direkten Kommunikationsaustausch mit dem Publikum, das sorgte für Wohnzimmerstimmung, die ankam.

Abwechselnd plauderten Moni Francis und Buddy Olly aus Zeiten, in denen eine echte Buttercreme nicht wegzudenken war, von der Kaffeetafel, als die Ritter-Sport noch 25 Pfennige kostete, auf missglückte Suizidversuche in England die Todesstrafe drohte und mit dem Rock´n´Roll eine ganz neue Musikrichtung aus Amerika weltweit die Menschen erreichte. Der Staufenberger Kulturring hatte mit der Programmauswahl genau richtig gelegen. Besonders erfreulich, dass sich auch junges Publikum unter die Gäste gemischt hatte. „Wenn in Staufenberg so etwas angeboten wird, muss man das auch mal vor Ort wahrnehmen, statt in die Stadt zu fahren“, so Kerstin Wagner und Ireni Fleck aus Benterode, die sich großartig unterhalten fühlten.

Jakoba Kanne vom Staufenberger Kulturring war ebenfalls zufrieden und bedankte sich bei dem Künstlerpaar und Gästen für den heiteren Abend. 

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