Pläne gegen Staub und Lärm in Landwehrhagen

Die Unternehmensführung: Dennis Schnittger (links) und seine Ehefrau Simone Schnittger führen die D+S Baustoff-Recycling GmbH in Landwehrhagen. Unser Bild zeigt sie vor einer Maschine, die Bauschutt zerkleinert, zusammen mit Ralf Bertram, der für das Projekt Lärmschutzwall an der A7 zuständig wäre, sollte es verwirklicht werden können. Foto: Maaß

Landwehrhagen. Der Landwehrhäger Unternehmer Dennis Schnittger will Belastungen für Anwohner verringern.

Dennis Schnittger will seinen Betrieb im Einvernehmen mit den Anwohnern von Landwehrhagen führen. „Das ist uns ganz wichtig“, sagt der 44-Jährige. Im Juni hat er das Gelände der früheren Firma Wandel an der Straße Breiter Weg 9 im Industriegebiet von Landwehrhagen gekauft und leitet dort zusammen mit seiner Frau Simone Schnittger die D+S Baustoff-Recycling GmbH.

Er weiß, welche Belastungen sein Unternehmen für die Bewohner Landwehrhagens mit sich bringt und hat deshalb auch schon Gespräche mit Anwohnern geführt. Dabei geht es zum einen um den Lärm auf seinem Betriebshof, zum anderen um Straßenverschmutzungen und Staub durch die Lkw, die Bauschutt zur Wiederaufbereitung auf das Firmengelände bringen.

Schnittger plant deshalb, auf seinem Gelände eine Reifenwaschanlage für Lastwagen zu bauen. Zugleich werde mit dieser Waschanlage die Ladung, recycelte Baustoffe, berieselt, sodass weniger Staub bei der Fahrt entsteht. Nach den Osterferien, so Schnittger, soll mit dem Bau begonnen werden. Mit einer Kehrmaschine, die bereits jetzt im Einsatz ist, werde außerdem drei Mal in der Woche die Straße vom Betriebsgelände bis zur Kreuzung Obere Dorfstraße/Hannoversche Straße gereinigt.

Um die Lärmbelastung zu reduzieren, plant Schnittger zudem eine etwa 5,50 Meter hohe Lärmschutzwand an der Seite seines Grundstücks zu errichten, die zum Ort hin gerichtet ist. Rund 150 000 Euro werde er dafür investieren, die Kosten für die Waschstraße belaufen sich nach seinen Angaben auf rund 90 000 Euro.

Schnittger bereitet mit seiner D+S Baustoff-Recycling GmbH wiederverwertbare mineralische Baustoffe auf. Ein sogenannter Brecher, das Herzstück des Unternehmens, zerkleinert den angelieferten Schutt, der dann für neue Bauvorhaben wiederverwertet werden kann.

Angeliefert werde nur unbelastetes Material, so Schnittger. Um das zu gewährleisten, würden bereits auf der Baustelle, von der Schutt abgefahren werde, Proben genommen und analysiert. Für Laboruntersuchungen und das Qualitätsmanagement arbeite sein Unternehmen mit der Geonik GmbH aus Kassel zusammen, ein Ingenieurbüro mit dem Fachgebiet Boden und Wasser.

Der Betriebshof: Lkw fahren Bauschutt an und laden wiederaufgearbeitetes Material, das neu verbaut werden kann. Foto: Maaß

Sitz der D+S Baustoff-Recycling GmbH ist Landwehrhagen, die Gewerbesteuereinnahmen fließen damit in die Kasse der Gemeinde Staufenberg. Auch dies sei ihm bei der Firmengründung wichtig gewesen, sagt der Unternehmer, der auch Eigentümer und Geschäftsführer der Heinz Schnittger GmbH ist, ein Bauunternehmen in Baunatal.

Insgesamt 700.000 Euro hat er in die Erschließung des Geländes und in Maschinen investiert. Er beschäftigt sechs Mitarbeiter, zwei für das Büro und vier für die Maschinen und Anlagen auf dem Recyclinghof.

Für Aufsehen hat Dennis Schnittger jüngst mit seiner Idee gesorgt, in Landwehrhagen zusammen mit der Gemeinde Staufenberg einen Lärmschutzwall an der Autobahn 7 zu bauen, der Staufenberg nichts kosten soll, wir berichteten. Finanzieren soll sich das Vorhaben letztlich durch die Anlieferer des Bodenmaterials, mit dem der Wall errichtet werden soll. Für Kontrolle und Aufsicht stünde die D+S Baustoff-Recycling GmbH zur Verfügung, ebenso wie für die Planung.

Aufgabe der Gemeinde Staufenberg wären vertragliche Vereinbarungen mit den Eigentümern der Flächen, auf denen das „Erdbauwerk“ entstehen soll.

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