Staufenberg erhöht die Steuern für Grundstücke

Mehr Geld für die Gemeindekasse: Die Anhebung der Grundsteuern A und B bringt Staufenberg 2016 eine Mehreinnahme von voraussichtlich über 65.000 Euro. Foto: Archiv

Staufenberg. Grundstücks- und Eigenheimbesitzer in Staufenberg werden ab 2016 kräftig zur Kasse gebeten. Die Gemeinde will ab 2016 die Grundsteuern um über fünf Prozent erhöhen.

Das teilte Staufenbergs Kämmerin Nicole Hartmann mit. Die Hebesätze für landwirtschaftliche sowie bebaute und bebaubare Grundstücke steigen um 20 Prozentpunkte.

Der Hebesatz der Grundsteuer A (Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft) soll von 340 auf 360 Prozentpunkte (5,6 Prozent) und der Hebesatz der Grundsteuer B (bebaute und bebaubare Grundstücke) von 330 auf 350 Prozentpunkte ansteigen. Das entspricht einer Erhöhung um 5,7 Prozent. Die Finanzsituation der Gemeinde mache diesen Schritt notwendig, so Hartmann. „Die Gemeinde ist auf Mehreinnahmen angewiesen.“ Zuletzt seien die Hebesätze im Jahr 2011 erhöht worden, davor im Jahr 2006.

Die Gemeinde erwartet dadurch im Jahr 2016 bei der Grundsteuer B eine zusätzliche Einnahme von 62.100 Euro, bei der Grundsteuer A von 3.100 Euro.

Für 2015 fließen nach dem Haushaltsplan aus der Grundsteuer A 52.700 Euro in die Gemeindekasse aus der Grundsteuer B 1.025.00 Euro.

Der Rat der Gemeinde Staufenberg wird die Steuererhöhung voraussichtlich in seiner Sitzung am 18. Dezember beschließen, wenn er über den Haushalt 2015 und das dazugehörende Haushaltssicherungskonzept berät. Der Finanzausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung bereits zugestimmt.

Staufenberg steht mit der Erhöhung im Altkreis Münden nicht allein. In der Samtgemeinde Dransfeld werden bereits 2015 höhere Steuern fällig. Dort steigen die Hebesätze in der Stadt Dransfeld für beide Grundsteuern auf 415 Prozentpunkte, in den übrigen Kommunen auf 405 Prozentpunkte. Das war eine Vorgabe des Landes für den Abschluss des Zukunftsvertrages. Für die Stadt Dransfeld, so Bernd Glöckner, Fachbereichsleiter Finanzen der Samtgemeinde, bedeutet dies bei der Grundsteuer B einen Anstieg um 20,3 Prozent.

Keine Erhöhung in Münden

Keine Erhöhung ist derzeit in Münden geplant. Die Hebesätze liegen bei 415 (Grundsteuer A) und 460 Prozentpunkte. Für das kommende Jahr wird nach Angaben von Kämmerer Wolfgang Hodan mit Einnahmen von 4 150 000 Euro aus der Grundsteuer B und mit 112 000 Euro aus der Grundsteuer A gerechnet.

Auch nach der Erhöhung liegt Staufenberg damit unter den Hebesätzen von Münden und Dransfeld.

Von Ekkehard Maaß

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.