Angebot für Radfahrer und Wanderer an der Fulda

Staufenberg prüft Fähre bei Spiekershausen

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So könnte sie aussehen: Eine Seilbahn über die Fulda gibt es bereits. Bei Malsfeld im Schwalm-Eder-Kreis kann mit ihrer Hilfe die Fulda überquert werden. Vier Personen plus Fahrräder finden darin Platz.

Staufenberg. Bei Spiekershausen an der Fulda soll es ein neues Angebot für Radfahrer und Wanderer geben. Die Gemeinde Staufenberg denkt über eine Fähre nach. Zu Wasser oder an einem Seil in der Luft.

Die Gemeinde Staufenberg prüft, wie Radler und Wanderer bei Spiekershausen die Fulda überqueren können. Im Gespräch ist eine Schwebeseilfähre, die mit Muskelkraft betrieben werden kann. „Eine Brücke“, so Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein, „scheidet aus“. Sie wäre viel zu teuer. Er denke an eine Art Tretboot, das an einem Seil geführt wird und vier Personen und möglichst auch zwei Räder aufnehmen kann.

Eine andere Variante könnte eine Fahrradseilbahn sein, wie es sie an der Fulda zwischen Malsfeld und Morschen im Schwalm-Eder-Kreis gibt. Mit einem Metallkorb „schweben“ Radler und Wanderer dort über den Fluss.

Vieles sei noch unklar, aber das Projekt werde - auch mit Blick auf die Kosten - ernsthaft geprüft, so Grebenstein. Auch die genaue Stelle, wo die Fähre das hessische und niedersächsische Fuldaufer verbinden soll, sei noch offen. Das sei davon abhängig, wo es geeignete Stellen für den Ein- und Ausstieg gibt.

Noch in diesem Jahr, so Grebenstein, soll eine Entscheidung getroffen werden, ob das Projekt realisierbar sei. Dann werde der Rat mit seinen Gremien darüber beraten, und es sollen Förderanträge gestellt werden. Ziel sei eine Realisierung 2017/2018. Auf Interesse stößt das Projekt auch bei Fuldatals Bürgermeister Karsten Schreiber im Landkreis Kassel.

Die Fahrradseilbahn bei Beiseförth

Die Fahrradseilbahn bei Beiseförth zwischen Malsfeld und Morschen im Schwalm-Eder-Kreis am Fulda-Radweg R1 führt etwa 50 Meter über die Fulda und befördert Radler und Wanderer in einem offenen Metallkorb über den Fluss. Vier Personen passen mit ihren Rädern hinein. Die Überfahrt in etwa zwei Metern Höhe dauert etwa fünf Minuten. Bewegt wird die Bahn mit Handkurbeln.

2009 wurde die Seilfähre, wie sie auch heißt, in Betrieb genommen. Gekostet hat sie rund 134 000 Euro, die zum Großteil das Land Hessen getragen hat.

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