Beteiligung der Bevölkerung ist gefragt

Zukunft von Staufenberg: Entwicklungskonzept soll Chancen zeigen

Reiterinnen bei Landwehrhagen: Auch der Pferdesport prägt das Leben im Obergericht mit. Unser Bild zeigt (von links) Julia Pflüger, Franciska May, Franziska Löffler und Julia Zuber mit ihren Islandpferden und Labrador Anuuk. Foto:  Archivfotos: Kuri, Maaß, Privat/nh

Staufenberg. Aufbruchsstimmung in Staufenberg. Die Gemeinde will sich stärker in der Region positionieren. Dafür soll rasch ein Konzept erarbeitet werden.

Wenn die Politik grünes Licht gibt, sich die Bürger von der Idee anstecken lassen und der Rat und die Verwaltung an einem Strang ziehen, könnte Staufenberg in ein bis zwei Jahren genau wissen, wo seine Stärken und Schwächen liegen, wohin es gehen will, und mit welchen Strategien es seine Ziele erreichen kann.

Im Idealfall stehen dann bereits Pilotprojekte fest und es ist klar, welche Fördermöglichkeiten es vom Land, vom Bund oder von der Europäischen Union gibt. Analysiert ist auch, ob Staufenberg ein neues Wohngebiet braucht und wo es liegen sollte, damit es auch für Menschen interessant ist, die in Kassel arbeiten, oder ob es genügend Wohnraum in den Orten selbst gibt, der nur den heutigen Bedürfnissen angepasst werden muss. Ein Leerstandskataster soll helfen, dafür einen Überblick zu bekommen.

Klar sollte dann auch sein, wie sich Staufenberg in der Region so positionieren kann, dass es Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ein griffiger Slogan, basierend auf dem, was die Gemeinde interessant und lebenswert macht, wäre da hilfreich.

Staufenbergs „Riviera“: Spiekershausen liegt idyllisch an der Fulda. Das Dorf mit seinen rund 670 Einwohnern liegt vor den Toren Kassels.

Das Zauberwort dazu klingt etwas sperrig: Integriertes Stadt- beziehungsweise Gemeindeentwicklungskonzept. Dahinter verbirgt sich ein klar strukturiertes Verfahren unter Beteiligung der Bevölkerung, das in vielen Fällen die Voraussetzung dafür ist, dass die Gemeinde für ihre Vorhaben Fördergeld bekommt. Dipl.-Ing. Dirk Puche, Stadtplaner und Architekt der Planungsgruppe Lange Puche in Northeim, hat es jetzt im Rathaus vor Bürgern und Kommunalpolitikern vorgestellt. Das Büro arbeitet seit rund 20 Jahren mit der Gemeinde Staufenberg zusammen und hat auch den bestehenden Flächennutzungsplan miterarbeitet.

Puche machte klar, dass es inhaltlich für den Prozess keine Vorgaben gebe. Dies müsse von den Staufenbergern erarbeitet werden. Und „wo der Schuh drückt“ wüssten am besten die Bürger selbst. Er rief dazu auf, auch Visionen zu wagen.

Gut Wissmannshof: Derzeit wird der Golfplatz zu einem Freizeitresort ausgebaut.

Bürgermeister Bernd Grebenstein hat sich bereits klar dafür ausgesprochen, diesen Weg zu gehen, damit Staufenberg auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit sinkenden Einwohnerzahlen eine lebens- und liebenswerte Gemeinde bleibe. Dafür müsste die Planung aber frühzeitig einsetzen. Der Rat der Gemeinde muss nun entscheiden, ob das Planungsbüro mit der Prozessbegleitung beauftragt wird. Über die Kosten machte die Verwaltung bisher keine Angaben. Nach dem Start werde es etwa ein dreiviertel Jahr dauern, so schätzt Dirk Puche, bis das Gemeindeentwicklungskonzept erarbeitet sei.

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