Informationsveranstaltung im Rathaus

Neues Konzept: Staufenberger rüsten sich für die Zukunft

Stärke und Schwäche: Die Autobahn ist für den Standort Staufenberg sowohl eine Belastung als auch ein Vorteil. Durch die A 7 ist Staufenberg an die Oberzentren sehr gut angebunden, der Lärm hingegen bedeutet besonders in Lutterberg und Landwehrhagen eine Belastung. Unser Bild zeigt die Anschlussstelle Lutterberg mit dem DHL-Paketzentrum und den Autohof. Archivfoto: Rampfel

Landwehrhagen. Rund 100 Bürger kamen in das Rathaus, um am neuen Gemeindeentwicklungskonzept mitzuarbeiten. Staufenberg will sich in der Region neu positionieren.

Dabei setzt die Gemeinde auf ein integriertes Gemeindeentwicklungskonzept. Was dahinter steckt und wie sich die Staufenberger Bürger daran beteiligen können, erfuhren Interessierte am Dienstagabend bei einer Informationsveranstaltung im Rathaus.

Bürgermeister Bernd Grebenstein zeigte sich nahezu überwältigt, angesichts des enormen Interesses, das am Dienstagabend seitens der Staufenberger Bürger deutlich wurde. Rund 100 Menschen waren gekommen, um mehr über das Gemeindeentwicklungskonzept zu erfahren und bereits erste eigene Impulse einfließen zu lassen.

Der Gemeinde hat die Planungsgruppe Lange Puche aus Northeim mit dem Konzept beauftragt, und die vom Gemeinderat eingesetzte Lenkungsgruppe hat vier Handlungsfelder erarbeitet, die für Staufenberg von besonderem Interesse sind: Kommunikation und soziale Infrastruktur, Siedlungsentwicklung, Nahversorgung und Verkehr, Technische Infrastruktur und Wirtschaft sowie Tourismus, Freizeit und Kultur. Darüber hinaus ermittelten die Fachleute des Planungsbüros bereits erste Stärken und Schwächen der Region und begannen, damit verbundenen Strategien zu entwickeln. Das Büro arbeitet seit 20 Jahren mit der Gemeinde Staufenberg zusammen. Am Dienstagabend stellten Tanja Klein und Hajo Brudniok vom Planungsbüro die Säulen des Gemeindeentwicklungskonzeptes vor und sammelten auf Stellwänden erste Anmerkungen der Staufenberger Bürger, die selbst Stärken und Schwächen der Region einschätzen sollten.

Das Gemeindeentwicklungskonzept soll ein klar strukturiertes Verfahren unter Beteiligung der Bevölkerung sein, denn in Zukunft werde noch mehr auf den Dialog mit den Staufenbergern gesetzt, sagte Bernd Grebenstein. Ein intensiver Austausch und stetige Transparenz seien dabei wichtig, um Chancen, Möglichkeiten, aber auch Risiken zu ermitteln und zu berücksichtigen. „Eine Kombination aus Fachwissen, politischen Entscheidungsprozessen und öffentlichen Diskussionen wird uns dabei helfen, unser Potential richtig zu nutzen“, so Grebenstein. Man werde nicht darum herum kommen, auch Risiken einzugehen, um mögliche Chancen ergreifen zu können.

Dabei sei es aber unbedingt notwendig, diese Risiken vernünftig zu bewerten und einzuschätzen, erläuterte Tanja Klein. „Auch dafür brauchen wir die Unterstützung der Bürger, denn das Konzept soll exakt auf die Gemeinde abgestimmt und von den Menschen getragen werden“, so die Planerin. „Der Wunschhorizont soll dort liegen, wo die Gemeinde ihn definiert.“ 

Die Stärken und Schwächen Staufenbergs waren Hauptthema in der Bürgerversammlung zum Gemeindeentwicklungskonzept. Hier eine Übersicht der wichtigsten Punkte, die die Teilnehmer nannten:

• Stärken: Attraktiver Standort , Lutterberger Gewerbegebiet, gute Autobahnanbindung, Landschaft und Naturnähe , sichere Umgebung, aktive Vereinskultur, lebendige Dorfgemeinschaft, Einkaufsbusse für Senioren, Grundschulen, verlässliche Kinderbetreuung.

• Schwächen: Internetverbindung, Zustand der Straßen, Ärztemangel, zu wenig Freizeitangebote, schlechte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, Verkehrslärm durch die Autobahn, ungenügender Fahrradwegeausbau, Mangel an Gewerbeentwicklungsflächen. 

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