Staufenbergerin arbeitet als Helferin bei Olympia in Rio

Ein einmaliges Erlebnis: Sarah Schäfer, Reitsportlerin aus Staufenberg-Landwehrhagen, arbeitet als freiwillige Helferin im Reitsportzentrum bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Das Foto übermittelte die 25-Jährige per Handy. Repro: Kuri

Staufenberg. Sarah Schäfer aus Landwehrhagen ist freiwillige Helferin bei den Olympischen Spielen in Brasilien. Sie arbeitet im Reitsportzentrum in Rio de Janeiro. 

Ihr Herz schlägt für den Leistungssport und Rio kannte sie noch nicht. Zwei Gründe für Sarah Schäfer aus Landwehrhagen, zu den Olympischen Spielen in die Stadt Rio de Janeiro zu reisen.

Die 25-Jährige verbringt noch bis Sonntag ihren Urlaub in Brasilien. Nicht als Tourist, sondern als Volunteer für die Olympischen Spiele. Damit gehört sie zu einem Organisations-Team von etwa 70 000 freiwilligen Helfern und darf das größte Sportevent der Welt hautnah miterleben.

Auf eine Bewerbung hin erhielt Sarah Schäfer bereits vor gut einem Jahr die Zusage für dieses begehrte Ehrenamt. Vorab musste sie einen Sprachtest bestehen und an einem Gruppeninterview teilnehmen. Keine große Hürde für Schäfer, denn sie bereiste schon in der Vergangenheit gerne andere Länder.

Um den Flug und eine private Unterkunft kümmern sich die Volunteers selbst. Auch die Kosten dafür muss jeder selber tragen. Doch das Erlebnis, dabei zu sein, ist einzigartig und unbezahlbar, freut sich die Auserwählte.

Vier Wochen vor der Eröffnungsfeier in Rio war klar, dass Sarah Schäfer im Reitsportzentrum arbeiten darf. „Ich hatte mich für die Disziplinen Schwimmen oder Reiten gemeldet. Dass ich im Reitsportzentrum arbeiten darf, ist doppeltes Glück“, so die Staufenbergerin, die ambitionierte Springreiterin im Reit- und Fahrverein Oberkaufungen ist.

Die konkreten Aufgaben selbst wurden erst in Rio bekannt. „An meinem ersten Arbeitstag habe ich an einem Kontrollpunkt die Gültigkeit der Zutrittskarten in das Reitsportzentrum kontrolliert. In der zweiten Woche haben wir in unserem Team das Viereck für die Dressur hergerichtet und die Sprünge auf dem Abreiteplatz für die Springreiter aufgebaut. In den Pausen haben wir die Einfahrt für die Trecker frei gemacht oder Pferdeäppel vom Reitplatz entfernt.“

Für Sarah Schäfer boten sich auch viele Gelegenheiten hinter die Kulissen zu schauen, beispielsweise den Pferden und Reitern beim Training zuzuschauen.

Als die deutschen Dressur-Reiter Silber und Gold errangen, hatte sie leider frei, bedauert sie. „Ich habe mitgefiebert als die deutschen Springreiter im Stechen Bronze holten. Live dabei zu sein ist schon etwas anderes als im Fernsehen zuzusehen“.

Der Arbeitstag von Sarah Schäfer dauert von 6 bis 15 Uhr. Bis zur Arbeit ist sie eineinhalb Stunden mit der Metro unterwegs. Nach Feierabend hat sich Sarah Schäfer als Sportinteressierte die Wettbewerbe der Leichtathleten, Schwimmer und einen Wettstreit der Disziplin Wasserball angeschaut. „Die Eintrittskarten musste ich kaufen wie jeder andere auch“.

An freien Tagen ist Sarah Schäfer auch außerhalb der Stadien unterwegs, etwa um Rios Wahrzeichen, den Zuckerhut mit der Christusstatue zu erkunden. Dabei ist sie nicht alleine unterwegs. „Leute kennenzulernen geht hier schnell. Wir sind über WhatsApp und Facebook vernetzt und man kann viel als Gruppe unternehmen“, so Sarah Schäfer. Freundschaften in alle Welt zu knüpfen - eben auch das ist Olympia.

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