Straßen-Einmaleins für Staufenberg? Rat diskutiert über neues Kataster

Uwe Bischoff

Staufenberg. Um den Zustand der Straßen besser bewerten zu können, diskutiert der Rat über ein neues Kataster.

Der Rat der Gemeinde Staufenberg beschäftigt sich mit der Frage, ob es nötig ist, alle Gemeindestraßen von einem Ingenieurbüro auf ihren Zustand untersuchen zu lassen. Diese Daten würden dann in einem Straßenkataster erfasst und sollen Aufschluss geben, welche Instandsetzungsarbeiten Vorrang haben.

Das Ingenieurbüro Lüpke+Zischkau aus Ahnatal hat in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses das Verfahren vorgestellt. Ein solches Kataster hätte den Vorteil, dass die Gemeinde einen systematischen Überblick über den Zustand ihrer Straßen bekäme und wisse, was mittel- und langfristig an Kosten auf sie, aber auch auf die Anlieger zukommt.

Was haben die Bürger davon? Der Vorteil sei zudem, dass die Straßen nach objektiven Kritierien bewertet würden und die Gründe, warum eine Straße jetzt und eine andere erst später instand gesetzt wird, für alle nachvollziehbar würden.

„Wir brauchen eine Handlungsgrundlage.“ 

Stefan Müller

Stefan Müller, Leiter des Staufenberger Gemeindeseservice, der für die Straßen der Gemeinde zuständig ist, begrüßte ein solches Verfahren. Bisher sei er die „bewertende Stelle“. Er fahre jedes Jahr im Sommer zwei bis drei Tage die Straßen ab und schaue nach Mängeln. Damit sei aber keine „mittelfristige Planung“ möglich. Er würde es zudem begrüßen, den Bürgern aufgrund klarer und objektiver Kriterien Antworten geben zu können. „Wir brauchen eine Handlungsgrundlage.“

Müller wies zugleich daraufhin, dass ein solches Kataster nicht für die Schublade gemacht werden dürfe. Werde es in Auftrag gegeben, sollte man sich auch daran halten.

Uwe Bischoff

Uwe Bischoff (SPD) und Joachim Beisheim (Grüne) zweifeln an, dass die Gemeinde die finanziellen Möglichkeiten hat, dies auch entsprechend zu leisten. „Mit den Mitteln, die wir haben, sind wir nicht in der Lage, das langfristig zu steuern“, sagte Bischoff.

Was soll der Spaß denn kosten? Unbeantwortet blieb von Bürgermeister Bernd Grebenstein in der öffentlichen Sitzung die Frage, wie teuer es überhaupt ist, ein solches Straßenkataster anzulegen. Immerhin ist nach Angaben des Ingenieurbüros Lüpke+Zischkau ein Spezialfahrzeug mit Kameras mehrere Tage in der Gemeinde unterwegs, um alle Straßen und Wege zu erfassen. Danach werden die Bilder von Experten „personalintensiv“ ausgewertet. Die Kostenfrage will Grebenstein zunächst „intern“ diskutieren. Er werde den Kostenvoranschlag in die Fraktionen geben. (ems)

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