Minischwein in Landwehrhagen 

Tierischer Streit: Ausgebüxtes Schwein Lolita sorgt für Aufregung in Staufenberg

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Freunde im Tierreich: Pony Falco und Schweinchen Lolita. 

Diese Sau sorgt für Aufregung im Staufenberger Ortstteil Landwehrhagen. Erst verzückte das Hausschwein Lolita Besucher, dann büxte es aus, und nun ist fraglich, wo es bald sein Zuhause hat. 

Als sich zwei junge Männer aus Landwehrhagen Ende vergangenen Jahres ein Minischwein ins Haus holten, ahnten sie wohl nicht, dass es das berühmteste Schwein Staufenbergs werden würde.

Die kleine Sau war nach wenigen Stunden aus ihrem neuen Heim ausgebüxt und hatte seitdem so manchen Anwohner in Staunen versetzt. Sie streifte über Tage durch mehrere Gärten zwischen der Schönen Aussicht und der Rosenstraße. Minischweine, die sowohl im Garten als auch im Haus – sofern ein regelmäßiger Auslauf gesichert ist – gehalten werden dürfen, sind zwar im Trend, ein herrenloses Schwein jedoch gehört zum eher ungewöhnlichen Ortsbild.

Bei diesem Teacupschwein handelt es sich um ein sehr schlaues Exemplar. Das angebotene Fressen der Anwohner, die sich um das Wohl der Sau sorgten, hatte das Minischwein angenommen. Versuche der Eigentümer und weiterer Tierfreunde, es einzufangen, scheiterten jedoch. Zuletzt trugen Aufrufe auf der Internetplattform Facebook dazu bei, dass das kleine Schwein nach über drei Wochen Freigang eingefangen werden konnte.

Pferdebesitzer hatten Alarm geschlagen, da die Begegnungen von Pferd und Minischwein für beide Seiten nicht berechenbar sind. Das Minischwein hat jetzt einen Platz im Warmen. Von „Schwein gehabt“ ist aber in vielerlei Hinsicht noch keine Rede.

Die kleine Sau ist nicht zu ihren Eigentümern zurück gegangen und verbleibt vorerst bei Familie Haeder. Janine Haeder hatte mit ihren beiden Töchtern über mehrere Tage bis in die Dunkelheit nach dem Tier gesucht, um es insbesondere vor der Kältewelle in Sicherheit zu bringen.

Da es ausreichend Hinweise aus der Bevölkerung über den Aufenthalt der Sau gab, stellte sich ihr die Frage, warum die eigentlichen Eigentümer nicht oder aus ihrer Sicht nur in äußerst geringem Umfang gesucht hatten. Mit großer Skepsis darüber, ob es den jungen Männern um das Tier im Sinne des Tierschutzes ging, war Familie Haeder nicht bereit, das Tier zu übergeben.

Jetzt sollen Gespräche mit dem Veterinäramt (Tierschutz) das zukünftige Zuhause von Lolita klären. Ersten Erkenntnissen nach darf Lolita zunächst bei Familie Haeder bleiben, um sie später dem Züchter zu übergeben. Die Eigentümer stehen nun in der Pflicht, den Züchter zu benennen. Da das Minischwein nicht, wie gesetzlich vorgeschrieben, mit einer Ohrmarke gekennzeichnet ist, fehlt der Rückschluss durch die Betriebsnummer auf den Züchter. Auch die Einigung zwischen Eigentümer und den aktuellen Besitzern ist eine denkbare Lösung für das Minischwein. Im Raum steht ein Verkaufsangebot der Eigentümer in Höhe von 200 Euro.

Dieser Preis erscheint Familie Haeder aber deutlich zu hoch angesetzt. Zumal das Tier zuvor öffentlich im Internet zum Verkauf angeboten wurde – für 50 Euro.

Das Schicksal des ausgesetzten Hängebauschweins Benny aus Wülmersen nahm kürzlich eine gute Wendung. 

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