Wasserverband Peine: 10, 2 Millionen, damit das Wasser klar läuft

Trinkwasser wird für Dransfeld und Staufenberg günstiger

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Sprechen sich für eine nachhaltige kommunale Daseinsvorsorge im ländlichen Raum aus: Hans-Hermann Baas (links), Verbandsvorsteher, und Olaf Schröder, Geschäftsführer des Wasserverbands Peine.

Dransfeld/Staufenberg. 10,2 Millionen Investitionen ins Trinkwassernetz im gesamten Verbandsgebiet und mit Reinhardshagen ein neues Mitglied aus der Region.

Damit hat der Wasserverband Peine hat die Weichen fürs neue Jahr gestellt. Die Gemeinde Staufenberg und die Samtgemeinde Dransfeld gehören bereits zum Verband, die hessische Nachbargemeinde habe sich fürs Betreiben der Kläranlage und des Abwassernetzes dem Verband angeschlossen, berichtet Pressesprecherin Sandra Ramdohr. Die Versammlung bestätigt, was vorab den Kunden vorgestellt worden war: Das Trinkwasser wird günstiger. Ab dem nächsten Jahr kostet der Kubikmeter 1,48 Euro (statt bisher 1,51 Euro). Der Preis ist in Staufenberg und der Samtgemeinde Dransfeld gleich, da beide zum Bereich „Trinkwasser solidar“ gehören – ein Preis für alle.

Unterschiede gibt es hingegen beim Abwasser: Während in Dransfeld drei Euro für den Kubikmeter Schmutzwasser gezahlt werden müssen (18 Cent mehr als bisher), sind es in Staufenberg 3,40 Euro (zehn Cent mehr als bisher). Parallel wurde hier auch das Grundentgelt geändert: In der Samtgemeinde Dransfeld waren bisher fürs Schmutzwasser pro Anschluss und Jahr 60 Euro zu zahlen, ab dem neuen Jahr werden es 96 Euro sein. In Staufenberg waren es dieses Jahr bereits 96 Euro, der Betrag erhöht sich im nächsten Jahr auf 108 Euro. Im Wasserverband arbeite man daran, auch für den Abwasserbereich ein Solidar-Modell zu entwerfen, heißt es aus der Versammlung weiter.

Beim Entgelt fürs Niederschlagswasser ändert sich in der Samtgemeinde Dransfeld nichts (30 Cent pro Quadratmeter), in Staufenberg wird es etwas günstiger: Statt 33 Cent pro Quadratmeter werden 27 fällig. Der Verband muss kostendeckend arbeiten, ohne dabei jedoch Gewinne anzuhäufen. Dementsprechend werden Preise justiert.

Daseinsvorsorge auf lange Sicht sichern

 „Wir freuen uns über das positive Votum unserer Mitgliedskommunen, die unseren Weg des konsequenten Infrastrukturausbaus in Südostniedersachsen voll unterstützen“, sagte Verbandsvorsteher Hans-Hermann Baas nach der Sitzung des Wasserverbandes in Peine am Freitag. Die jetzt geplanten Investitionen wirkten nachhaltig, sodass noch nachfolgende Generationen davon profitieren würden. Im Zuge der Diskussion um gleichwertige Lebensverhältnisse sei dies ein wichtiger Beitrag für Südostniedersachsen. „Wir sind gehalten, kostendeckend zu agieren. Das fordern auch unsere Aufsichtsbehörden, vom Rechnungsprüfungsamt des Landkreises über das Umweltministerium bis zur Landeskartellbehörde, ein“, erinnerte Geschäftsführer Olaf Schröder. „Wenn wir Spielräume zur Senkung haben, nutzen wir diese und lösen Überschüsse in Form von Preissenkungen auf.“  Kostendeckend bedeute aber auch, die Preise zu erhöhen, bevor größere Unterdeckungen aufliefen, so der Geschäftsführer weiter. 

Das spiegelt sich zum Beispiel in den Abwasserpreisen im Altkreis Münden wider: Die hohen Investitionen der vergangenen Jahre in die abwassertechnische Infrastruktur mit gestiegenen Kosten für Abschreibungen, Zinsen sowie der Trend zu steigende Materialkosten forderten hier ihren Tribut. Wenn die gesetzlichen Anforderungen an Kläranlagen steigen, werde das auch die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum verteuern. Mit einem Abwasser-Solidar-Modell – ähnlich wie heute beim Trinkwasser – will der Wasserverband Peine hier möglichst gegensteuern. Das Gebiet des Wasserverbandes Peine erstreckt sich von Uetze im Norden bis zum hessischen Nieste im Süden auf 1436 Quadratmetern – und ist mit den jüngsten Neuzugängen noch etwas größer geworden. Rund 280.000 versorgte Einwohner zählt der Verband 2017. 

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