Nach Verdi-Aufruf

Warnstreik bei DHL-Paketzentrum in Lutterberg

Staufenberg. Beschäftigte von zwei Unternehmen der Deutschen Post AG in Staufenberg-Lutterberg sind in Warnstreik getreten. Betroffen ist das Paketzentrum der DHL.

Außerdem wird die Niederlassung der Posttochter DHL Home Delivery bestreikt. Bei DHL haben nach Angaben von Verdi-Gewerkschaftssekretär Patrick Fois am Freitagmorgen rund 50 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt, vorwiegend Mitarbeiter vom Paketzentrum, aber auch Zusteller aus Kassel, die mit einem Bus nach Lutterberg gebracht wurden.

Die Gewerkschaft verlangt vom Arbeitgeber eine Arbeitszeitverkürzung von 38,5 auf 36 Stunden. Verdi wirft nach Fois' Worten der Deutsche Post DHL Vertragsbruch vor. In einem Vertrag zwischen Post und Verdi sei vereinbart worden, die Zahl der an Fremdfirmen zu vergebenen Zustellbezirke auf 990 zu begrenzen.

Spätschicht schließt sich an

Mit der Gründung von 49 Regionalgesellschaften zum 1. Januar dieses habe der Konzern die Zahl von 990 Zustellbezirken überschritten, das nehme die Gewerkschaft nicht hin. Bei DHL Home Delivery in Lutterberg sind nach Angaben von Verdi-Gewerkschaftssekretär Christoph Feldmann Mitarbeiter der Frühschicht in Warnstreik, Beschäftigte der Spätschicht werden sich dem anschließen.

Die Gewerkschaft hat rund 250 Beschäftigte zum Warnstreik aufgerufen. Verdi fordert für die bundesweit fast 2500 Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 12 Monaten. In den bisherigen zwei Verhandlungsrunden hätten die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt und auf die hohen Verluste der Posttochter hingewiesen, sagt Verdi-Sekretär Thomas Warner. In den Ländern Niedersachsen und Bremen werden nach seinen Worten insgesamt 1000 Beschäftigte an den Standorten Braunschweig, Bremen und Staufenberg zum befristeten Ausstand aufgerufen. Betroffen ist unter anderem der Versandhandel für einzelne Dienstleister im Logistikbereich.

Dritte Verhandlungsrunde steht an

Am kommenden Montag und Dienstag, 20. und 21. April, findet die dritte Verhandlungsrunde statt. Sollten die Arbeitgeber auch dann kann kein akzeptables Angebot präsentieren, will Verdi auch in anderen Standorten in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufrufen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.