Kita in Uschlag

Was Ostern wirklich bedeutet

+
Sind stolz auf den Ostergarten, den sie im evangelischen Kindergarten Uschlag gebaut haben: Josephine(von links), Maya, Ida, Lena, Leon, Charlotte, Phil, Greta, Leon und Ryan. Fotos: Schulte

Uschlag. Ida hebt ihren Zeigefinger, zieht die Augenbrauen hoch und blickt die neun Kinder um sich herum an. „Einen guten Freund verraten, so wie Judas das mit Jesus gemacht hat, das würde ich nie tun“, sagt sie. Die Kinder und die Erzieherinnen des Kindergartens in Uschlag nicken Ida zu.

Mithilfe von Bildern erzählen Isabel Reinhardt und Sabrina Göhler den Kindern die Passionsgeschichte Jesu von Palmsonntag bis zur Auferstehung. Um sie auf Ostern vorzubereiten – und auf die Grundschule.

Denn zusammengekommen sind die ältesten Kinder aus den vier Gruppen der Kita. Sie sind die „Wackelzähne“, die im Sommer auf die Grundschule wechseln. Im Brückenjahr, dem Jahr vor der Einschulung, werden sie mit zwei wöchentlichen Projekten auf die Grundschule vorbereitet. Der Übergang soll so nahtlos wie möglich sein.

„Als evangelischer Kindergarten haben wir dabei einen religionspädagogischen Ansatz. Wir erklären die christlichen Feste kindgerecht und zeigen ihnen, wie sich jeder in der Gemeinschaft einbringen kann, erklärt Leiterin Susanne Christ.

So wollen die Kinder nun gemeinschaftlich auch die Ostergeschichte, die sie gerade gehört haben, bildlich umsetzen: Sie bauen einen Ostergarten aus Materialien, die sie im Garten der Kita finden. Da bindet Ida zwei herumliegenden Stöcke zu einem Kreuz zusammen, Ryan sammelt Steine und legt damit das Grab Jesu und Maya sammelt Forsythien, die den Garten Gethsemane darstellen. Dort hat Jesus vor der Kreuzigung gebetet.

„Sobald die Kinder zu einer Geschichte etwas Praktisches machen, setzen sie sich noch mal mehr damit auseinander“, erklärt Kita-Leiterin Christ. Ida erzählt, was sie beeindruckt hat: „Jesus war ein ganz besonderer Mensch, der unglaubliche Dinge getan hat“, sagt sie.

Neben solchen Projekten gehört zum Brückenjahr dazu, dass die Wackelzähne ein Mal in der Woche in die Grundschule gehen. Jeder hat dabei ein Schulkind als Bücherkumpel, der ihnen etwas vorliest. „Dadurch treffen die Kinder frühere Freunde aus der Kita und lernen außerdem schon mal das Schulgebäude kennen“, sagt Susanne Christ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.