Landkreis Göttingen informiert

Wildschwein-Plage in Speele: Aktionsplan folgt im Herbst

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In Speele eine Plage: Wildschweine (Symbolbild) ziehen dort mitten durch den Ort.

Um das Wildschweinproblem im Staufenberger Ortsteil Speele in den Griff zu bekommen, soll im Herbst ein Maßnahmenkatalog präsentiert werden.

Dies sei schon bei der Bürgerversammlung im Mai angekündigt worden und an dem Zeitplan werde festgehalten, teilte Landkreissprecher Ulrich Lottmann mit. Behörden, Institutionen, Experten und Betroffene hätten sich auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. 

Inzwischen haben auch mehrere Arbeitstreffen stattgefunden. Derzeit würden zu drei Themenbereichen Vorschläge entwickelt:

Öffentlichkeitsarbeit

Dabei geht es um die Information der Bevölkerung und die Ausarbeitung von Tipps und praktischen Maßnahmen, wie sie helfen können, das Problem in den Griff zu bekommen.

Habitatmanagement, Maßnahmen im Dorf

Ziel müsse es sein, Grundstücke und Flächen für Wildschweine so unattraktiv wie möglich zu gestalten. Es soll verhindert werden, dass die Tiere überhaupt in das Dorf kommen. Dabei müssten unter anderem Eigentumsverhältnisse bei Grundstücken, Nutzungsformen und -interessen bei Flächen und Naturschutz und weitere Aspekte beachtet und abgewogen werden. 

Mit Blick auf die Situation in Speele kritisiert zum Beispiel Kreisjägermeister Axel Eichendorff, dass verwilderte Flächen, Kleingärten und Böschungen in Speele einen idealen Lebensraum für Schwarzwild böten. Es gebe dort jede Menge Futter für die Tiere und sehr gute Deckung.

Fang- und Bejagungskonzept

Dabei seien rechtliche Vorgaben zu beachten sowie Machbarkeit und Wirkung realistisch abzuschätzen, so Lottmann. Viele Speeler sind der Meinung, dass die Tiere rund um ihren Ort nicht ausreichend bejagt werden.

Der Kreis betont, dass eine umfassende, langfristige Lösung erarbeitet werde. Kurzfristiger Aktionismus helfe keinem. Alle Beteiligten müssten zusammenarbeiten.

Speele leidet seit Jahren unter einer Wildschweinplage. Zuletzt hatte Ortsbürgermeister Fred Kaduhr beklagt, dass die Wildschweine nun ihre Jungen schon mitten im Wohngebiet zur Welt bringen. Damit habe die Schwarzwildplage in Speele einen neuen Höhepunkt erreicht

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