Grüne fordern kleinere Anlagen für Energiewende

Windkraft: Geht es auch eine Nummer kleiner?

Großanlagen: Statt auf Windräder von rund 200 Metern Höhe zu setzen, bringen die Staufenberger Grünen jetzt Kleinwindanlagen für das Obergericht ins Gespräch. Archiv-Foto: Maaß

Staufenberg. Die Staufenberger Grünen laden zu Informationsveranstaltung zu Kleinwindanlagen ein. Titel: „Energiewende Staufenberg - Windenergie für alle“

Staufenberg. Die Grünen der Gemeinde Staufenberg wollen Bewegung in die Debatte um Windkraft in Staufenberg bringen. Unter dem Titel „Energiewende Staufenberg 2.0 - Windenergie für alle“ laden sie zu einer Informationsveranstaltung über Kleinwindanlagen ein, als Alternative zu großen Anlagen mit Höhen von rund 200 Metern.

Die Diskussion um große Windräder in Staufenberg befinde sich aus Sicht der Grünen in einer Sackgasse, so Ratsmitglied Joachim Beisheim. Der bestehende Flächennutzungsplan sehe nur Areale vor, auf denen es für Windräder eine Höhenbegrenzung von 100 Metern gibt. Eine Höhe, die für Betreiber aus wirtschaftlichen Gründen unattraktiv ist.

Und das zuletzt vom Landkreis Göttingen als Windvorrangfläche favorisierte Areal (Die Pläne werden derzeit nicht weiter verfolgt) zwischen Gut Wissmannshof und Lutterberg sei politisch nicht gewollt.

Es wird von der Gemeinde Staufenberg als ungeeignet abgelehnt, da es den Ausbau von Gut Wissmannshof als Freizeit- und Ferienresort gefährdet. Derzeit sucht die Gemeinde nach alternativen Windenergie-Standorten. Im Blick seien auch Flächen im Wald, für die es bereits Interessenten gebe, so Staufenbergs Bauamtsleiter Klaus-Günter Kirk.

Beim Thema Kleinwindanlagen können die Grünen mit der Unterstützung von Bürgermeister Bernd Grebenstein rechnen. Im Interview mit unserer Zeitung kurz vor seinem Amtsantritt sagte er: „Generell bevorzuge ich Kleinwindanlagen auf dezentraler Ebene unter Bürgerbeteiligung.“ Aus seiner Sicht seien die Vorteile für die Bürger höher als bei großen Anlagen.

Bei der Informationsveranstaltung auf dem Gelände des Vereins Gastwerke in Escherode wird Grebenstein über Chancen und Risiken aus Sicht der Gemeinde sprechen. Weiter ist geplant, ein Windrad zu besichtigen, das der Verein Gastwerke betreibt, und mit Normann Günther, Zweiter Vorsitzender des Bundesverbandes für Kleinwindanlagen, haben die Grünen einen ausgewiesenen Fachmann zu der Thematik gewinnen können.

Für die Grünen ist klar: „Kleine Windenergieanlagen müssen in Deutschland Teil der Energiewende sein.“ Derartige Anlagen seien bei richtiger Standortwahl und guter Technik effizient und effektiv. „Sie sind ein wichtiger Baustein zur persönlichen Energiewende“, heißt es zu der Veranstaltung. (ems)

Termin:  Die Infoveranstaltung zu Kleinwindanlagen findet am Dienstag, 16. Juni, auf dem Gelände des Vereins Gastwerke in Escherode statt. Beginn: 19 Uhr

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