Planungsbüro beauftragt

Windkraft: Staufenberg prüft alternative Standorte

Strom aus Windkraft: Staufenberg überprüft derzeit das gesamte Gemeindegebiet nach geeigneten Flächen. Gesucht werden Alternativen zum vom Landkreis favorisierten Areal in Nachbarschaft zu Gut Wissmannshof. Unser Bild entstand bei Landwehrhagen. Foto: Maaß

Staufenberg. Weil die Gemeinde Staufenberg das vom Landkreis Göttingen favorisierte Areal bei Gut Wissmannshof ablehnt, sucht sie jetzt nach anderen geigneten Windkraftflächen.

Die Gemeinde Staufenberg sucht nach alternativen Windenergie-Standorten zum bisher vorgesehen Areal zwischen Gut Wissmannshof und Lutterberg. Damit sei ein Planungsbüro beauftragt worden, sagte Bürgermeister Bernd Grebenstein im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Blick seien auch Flächen im Wald, für die es bereits Interessenten gebe. „Wir müssen das gesamte Gemeindegebiet ergebnisoffen prüfen“, erläutert Staufenbergs Bauamtsleiter Klaus-Günter Kirk.

Die Gemeinde lehnt die rund 43 Hektar große Vorrangfläche ab, die der Landkreis Göttingen im Entwurf für das Regionale Raumordnungsprogramm vorgesehen hat. Auch im Flächennutzungsplan der Gemeinde Staufenberg ist bisher zwischen Lutterberg und Wissmannshof eine Fläche für Windkraft vorgesehen. Die Höhe der Anlagen ist allerdings auf eine Höhe von 100 Metern begrenzt. Für heutige Investoren sind Anlagen bis zu dieser Höhe wirtschaftlich nicht mehr interessant.

Für Hubert Landefeld, der Gut Wissmannshof derzeit zu einem Golf- und Ferienresort ausbaut, würden Windräder in Nachbarschaft zu Wissmanns das ganze Projekt gefährden. Sollten sie kommen, hat er einen Investitionsstopp angekündigt.

Nachdem der Landkreis Göttingen die Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms gestoppt hat, will die Gemeinde die Zeit nutzen, um dem Landkreis Alternativflächen vorschlagen zu können, wenn das Verfahren nach der Fusion mit dem Landkreis Osterode wieder aufgenommen wird.

Staufenberg sei nicht gegen Windenergie, sondern gegen Anlagen bei Lutterberg, betonte Bürgermeister Grebenstein. Der Gemeinde gehe es darum, das Projekt Gut Wissmannshof zu schützen. Für die bisher vom Landkreis vorgesehene Windvorrangfläche bei Gut Wissmannshof sieht er ganz andere Möglichkeiten. Dort könnte das Vorrangebiet Tourismus, als das bisher Gut Wissmannshof vorgesehen ist, auf diese Flächen ausgeweitet werden. Konkrete Pläne, was dort entstehen könnte, gebe es allerdings noch nicht, so Grebenstein.

Von Ekkehard Maaß

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