Gemeinde will attraktiver werden

Staufenberg erstellt Konzept: Das „Wir“ steht ganz vorn

Dorf, Land, Fluss: Staufenberg punktet vor allem mit seiner attraktiven Lage im und am Rand des Kaufunger Waldes. Unser Bild zeigt Spiekershausen an der Fulda, von einigen liebevoll Staufenberger Riviera genannt. Die Gemeinde will für Neubürger attraktiver werden. Archivfoto: Mühlhausen

Staufenberg. Staufenberg will sich für die Zukunft rüsten und erstellt derzeit ein Konzept, wie es für Neubürger attraktiver werden kann.

Mit der Unterzeichnung der Staufenberger Erklärung haben am Montagabend Staufenberger Kommunalpolitiker eine weitere Runde für ein ehrgeiziges Projekt im Obergericht eingeläutet.

Bis Ende August 2016 wollen sie eine Stärken- und Schwächenanalyse für die Gemeinde ausgearbeitet haben und ein Konzept vorlegen, wie sich Staufenberg mit seiner Lage zwischen den beiden Städten Göttingen und Kassel besser positionieren kann.

Ziel sei es, so der allgemeine Tenor, am Ende dieses Prozesses auch konkrete Projekte benennen zu können, mit denen sich Staufenberg bei Förderprogrammen von Bund, Land und auch der Europäischen Union bewerben kann. Dafür sei ein Gemeindeentwicklungskonzept Voraussetzung.

Mit der Staufenberger Erklärung, die am Montag alle Mitglieder der sogenannten Lenkungsgruppe unterzeichnet haben, soll die „Wir-Kultur“ in der Gemeinde gestärkt werden, so Bürgermeister Bernd Grebenstein.

Die Unterzeichner verpflichten sich darin, „zum Wohle der Gemeinde Staufenberg und nicht einzelner Ortsteile“ zu handeln.

Zur Lenkungsgruppe gehören neben Grebenstein die Ortsbürgermeister, Vertreter der Verwaltung und der Vereine und Verbände, der Gemeindebrandmeister Stefan Kuhn und das Planungsbüro Lange Puche aus Northeim, das mit dem Konzept beauftragt ist. Rund 55 000 Euro muss die Gemeinde für die inhaltliche Begleitung durch das Planungsbüro zahlen. Aber alleine könnte die Staufenberger Verwaltung dies nicht stemmen. Dafür fehlten die personellen Ressourcen, außerdem müssten planerische und rechtliche Vorgaben eingehalten werden, so Grebenstein.

In der Analyse, wo in Staufenberg der größte Handlungsbedarf besteht, haben sich die Handlungsfelder Verkehr und Mobilität, Städtebauliche Entwicklung (dabei geht es auch um die Frage, ob neue Wohngebiete benötigt werden und wenn ja, wo?), Wirtschaft sowie Energie, Klima und Ressourcenschutz herauskristallisiert.

Aber auch in anderen Bereichen besteht Handlungsbedarf. Das zeigt der Attraktivitäts-Check. Bei der Frage, womit Staufenberg am besten punkten kann, ragten „Landschaft“ und „Soziale Infrastruktur“ heraus. Ansonsten gab es Noten im Bereich von befriedigend.

Bürgerversammlung

Nach der Auftaktphase mit der Lenkungsgruppe sind ab Januar auch alle Staufenberger aufgerufen, sich an der Debatte zu beteiligen. Für Dienstag, 12. Januar, ist im Rathaus eine Bürgerversammlung geplant, in der über das Projekt informiert wird. Beginn ist um 18. Uhr.

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