Neujahrsempfang Staufenberg: Zuversicht trotz Geldnot

Staufenberg. Beim Neujahrsempfang in Staufenberg sprach Bürgermeister Grebenstein an, dass der Gemeinde Geld fehlt für die Aufgaben. Dennoch ermutigte er, zuversichtlich zu sein.

„Nur gemeinsam können wir es schaffen“, dieser Leitspruch, so Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein am Sonntagvormittag beim Neujahrsempfang im Rathaus, treffe auf fast alles zu. Denn jeder einzelne zähle und mache die Gemeinschaft stark.

Der Verwaltungschef bedankte sich in seiner Ansprache bei den vielen engagierten Staufenberger Bürgern für ihren Einsatz im vergangenen Jahr, fasste die wichtigsten lokalen, aber auch globalen Ereignisse zusammen und reflektierte auch seine eigene Arbeit selbstkritisch. Immer wieder erntete er von den rund 250 Gästen des Neujahrsempfangs reichlich Applaus.

Bei den lokalen Themen ging er auf die im Rahmen der Inklusion geplanten Umbaumaßnahmen an den beiden Staufenberger Grundschulen ein, ferner auf den Feuerwehrbedarfsplan und den Ausbau des Betreuungsniveaus der Kindertagesstätten.

Für all die unbedingt notwendigen Leistungen aber sei die Finanzausstattung der Gemeinde bei weitem nicht ausreichend, gab Grebenstein zu bedenken. „Wie sollen wir nach der gewohnten Haushaltsdisziplin verfahren, die Ausgaben den Einnahmen anzupassen, wenn wir von Bund und Land durch Gesetzesbeschlüsse zu Ausgaben in sechsstelligen Höhen gezwungen werden, ohne nennenswerte Gegenleistungen zu erhalten?“, fragte der Bürgermeister. Als Beispiel führte er den vom Land in Aussicht gestellten Zuschuss zum behindertengerechten Umbau der Schulen in Höhe von gerade mal 10 000 Euro an. Dennoch und aus diesem Grund forderte Grebenstein die Gäste dazu auf: „Lassen sie uns offen für Neues sein, das ist existentiell notwendig und ich möchte dazu ermutigen, optimistisch in die Zukunft zu blicken.“

Ehrung für Prof. Grimm 

Bernd Grebenstein nutzte den Neujahrsempfang außerdem, um einem „Jungen aus Spiekershausen“, wie er ihn nannte, die Goldene Ehrennadel von Staufenberg zu verleihen. Die Ehre wurde Prof. Rolf Grimm zu teil , dem vor kurzem erst das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde für seinen Einsatz für die Eberlein Stiftung. „Prof. Rolf Grimm hat es geschafft, den fast vergessenen Eberlein wieder bekannt zu machen und ihm die Anerkennung, die ihm gebührt, zuteilwerden zu lassen.“

Für die musikalische Begleitung des Neujahrsempfangs sorgte die Chorgemeinschaft Landwehrhagen, ausnahmsweise unter der Leitung von Manfred Nehmet, der kurzfristig für Chorleiter Kurt Hellwig eingesprungen war. Auch die Sternsinger besuchten den Neujahrsempfang und sprachen den Segen für das Rathaus, die Beschäftigten der Verwaltung und alle Besucher aus. Die Sternsinger sammelten Geld für den Verein „Hilfe für Kinder in Not nach Tschernobyl“. (zwh)

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