Bürgermeister Grebenstein informiert

Staufenberg: Planung für Waldkita in Escherode - Noch gibt es Hindernisse

Bauwagen sorgen in Waldkindergärten für einen Rückzugsort. Auch in Escherode soll einer angeschafft werden (Symbolbild). Archiv
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Bauwagen sorgen in Waldkindergärten für einen Rückzugsort. Auch in Escherode soll einer angeschafft werden (Symbolbild). Archiv

Waldkita in Escherode (Staufenberg). Bis diese realisiert werden kann, noch einiges geschehen. Darüber informierte Bürgermeister Bernd Grebenstein in Landwehrhagen.

Escherode/Landwehrhagen – Kinder, die im Wald spielen und lernen. Wenn es kalt ist, oder regnet, können sie sich in einem beheizten Bauwagen aufwärmen. Das soll bald in Escherode möglich sein. Zumindest, wenn es nach der Gemeinde Staufenberg und der Initiative „Wald-Kita Escherode“ geht.

Die Pläne wurden nun noch einmal im Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Soziales der Gemeinde im Rathaus in Landwehrhagen vorgestellt. Zuletzt waren die Pläne bei der Sitzung des Ausschusses im Juni besprochen worden.

Staufenberg: Zu wenig Kita-Plätze in der Gemeinde

Die Waldkita soll helfen, den Mangel an Kita-Plätzen in Staufenberg aufzufangen. Aber, so gibt Bürgermeister Bernd Grebenstein zu bedenken, sei eine Kita im Wald „nicht für jedes Kind etwas“. Geplant sei das Ganze für 15 Kinder ab drei Jahren. Laut Doreen Kratzsch und Cordula Binder, die von der Initiative anwesend waren, gibt es momentan auch 15 Interessenten.

Bürgermeister Grebenstein rechnete vor, dass für die Realisierung etwa 100 000 Euro veranschlagt werden müssen. Welche Fördermittel dort eingesetzt werden könnten, müsse noch geprüft werden. Zudem würden Kosten von jährlich 134 000 Euro entstehen. Von den zwei Anwesenden aus Escherode hieß es, dass man einen beheizbaren Bauwagen mit Toiletten für etwa 67 000 Euro bekommen könnte. Dazu würden noch weitere Anschaffungen kommen, sodass man etwa 80 000 Euro investieren müsste. Diese Summe wäre mit dem momentanen Haushaltentwurf stemmbar, so Grebenstein, aber man wisse noch nicht, wie sich Corona auf die Finanzen der Gemeinde auswirke.

Rat muss zustimmen - „enge Finanzierung“ könnte Problem sein

Zudem stelle sich noch die Frage nach dem genauen Standort. Zur Diskussion stünden das Gelände der Gastwerke in Escherode, das Arboretum oder der Grillplatz. Je nachdem müsste hier der Flächennutzungsplan (F-Plan) angepasst werden, was wiederum Zeit in Anspruch nehmen werde.

„Am besten wäre die Lösung auf dem Gelände der Gastwerke, dort muss der F-Plan nicht angepasst werden“, so Grebenstein. Leider sei dies, so die beiden Frauen der Initiative, rechtlich wohl nicht möglich. „Schade, aber wir prüfen das noch mal“, sagte der Bürgermeister dazu.

Vom Standort hänge dann auch die voraussichtliche Inbetriebnahme ab. Final müsse der Rat am 16. Dezember zustimmen. Dann müssten die notwendigen Änderungen im Bauleitplan mit dem Landkreis abgestimmt werden, zudem alle Verträge aufgesetzt werden.

Ziel: Öffnung im Jahr 2022

Mit diesen Unwägbarkeiten sieht Grebenstein den Zeitraum für die Öffnung der Waldkita zwischen Mitte 2022 und Mitte 2023. „Es liegt nicht alles im Einflussbereich der Gemeinde oder der Initiative Wald-Kita“, sagte Grebenstein, auch in Richtung Landkreis. Die Initiative müsse auch als Verein gegründet werden, fügte Grebenstein hinzu.

Ausschussmitglied Stefan Spier (SPD) nannte das Projekt „eine tolle Gelegenheit für die Gemeinde“. Wegen der „engen Finanzierung“ rät er aber dazu, die Haushaltsdiskussion in den Ratsfraktionen abzuwarten. (Jens Döll)

Um den Kitamangel in Staufenberg weiter einzudämmen, soll die Dorfgemeinschaftsanlage in Uschlag umgebaut werden.

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