Vom Landkreis Göttingen finanziert

Staufenberg und Hann. Münden suchen gemeinsam Klimaschutzmanager

Energiewende: Für den neuen Landrat hängen Umwelt- und Klimaschutz eng zusammen. Das soll sich auch in einem gleichnamigen Fachdienst ausdrücken.
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Energiewende: Um den Klimaschutz zu stärken, fördert der Landkreis Göttingen Klimaschutzmanager. (Symbolbild)

Hann. Münden und Staufenberg suchen einen Klimaschutzmanager. Aber warum zusammen? Das löste im Rat Staufenbergs eine Diskussion aus. Der Andrang an Bewerben sei groß.

Staufenberg/Hann. Münden – Einen eigenen Klimaschutzmanager für die Gemeinde Staufenberg. Dies forderten die Fraktionen der SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke in der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde Staufenberg. Dieser Antrag wurde von den Fraktionen CDU und Wir für Staufenberg (WfS) abgelehnt. Hintergrund ist, dass der Klimaschutzmanager für die Stadt Hann. Münden und die Gemeinde Staufenberg zuständig sein soll.

Rat Staufenberg: Warum einer für zwei Kommunen?

Die Stelle wird vom Landkreis Göttingen finanziert und vom Bund gefördert. „Wir setzen auf Interkommunale Zusammenarbeit mit Münden“, berichtet Bürgermeister Bernd Grebenstein in der Sitzung.

In der Begründung ihres Antrags hieß es von SPD, Grünen und Linken, dass man es nicht für zielführend halte, die Stelle zu teilen, da Hann. Münden als größte Gemeinde des Landkreises diese Stelle schon alleine ausfülle. „Prozentual bleibt für Staufenberg maximal eine 25 Prozent Stelle, die zudem noch extern aus Hann. Münden wahrgenommen werden soll“, war im Antrag zu lesen.

Dem hielt CDU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Bornmann entgegen, dass eine volle Stelle, 40 Stunden, für eine kleine Gemeinde wie Staufenberg zu viel sei. Zudem stellte er die Frage, wie die Antragssteller auf 25 Prozent kommen, da dies nirgends festgeschrieben sei. „Wir von der CDU sind ein praktischer Haufen“, fügte er hinzu, die Aufstellung der Stelle sei „ausreichend“. Florian Winkler, Fraktionsvorsitzender der WfS, fügte hinzu, dass die Stelle erst einmal für zwei Jahre ausgeschrieben sei. Zudem empfahl er, dort praktisch heranzugehen. Nach zwei Jahren könne die Situation in Hinblick auf einen eigenen Klimaschutzmanager für Staufenberg bewertet werden. „Wenn Hann. Münden einen eigenen bräuchte, hätten sie es so angelegt“, fügte er hinzu, und ging damit auf die Bedenken ein, dass eine Stelle für die beiden Kommunen zu wenig sei. „Der Landkreis hat es uns so empfohlen“, berichtete dann der Bürgermeister. Derweil läuft das Auswahlverfahren für die Stelle, die ab dem 1. Oktober besetzt werden soll.

Viele Bewerber bei Stelle für Staufenberg und Hann. Münden

Sowohl Bürgermeister Grebenstein als auch Hann. Mündens Stadtsprecher, Mathias Simon, bestätigen, dass die Stelle großes Interesse hervorrufe. Über 30 Bewerbungen seien eingegangen. „Alte Hasen, Uniabsolventen und mehr,“, beschrieb Grebenstein in der Ratssitzung den Kreis der Bewerber. Er helfe bei dem Auswahlverfahren mit. Im Stellenprofil steht, dass es die Aufgabe sei, ein integrierten Klimaschutzkonzept für die Stadt Hann. Münden und die Gemeinde Staufenberg aufzustellen. Zudem der Aufbau und Einrichtung einer Koordinierungsstelle für Klimaschutz und Energieeinsparung. Um das Thema Klimaschutz populärer zu machen, ist auch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Beteiligung der Bürgerschaft geplant. Ausgeschrieben ist die Stelle für 39 Stunden und ist nach Entgeltgruppe 11 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) bewertet.

Damit ist das Einstiegsgehalt bei etwa 3600 Euro brutto. Der Landkreis Göttingen stimmte Anfang des Jahres dafür, aus eigenen Haushaltsmitteln als freiwillige Leistung die Förderung der Klimaschutzmanager der Gemeinden des Altkreises Göttingen für zunächst zwei Jahre bereitzustellen. Diese sollen dabei helfen, dass der Kreis bis 2035 klimaneutral wird. Sie sollen eng mit der Klimaschutzkoordination bei der Kreisverwaltung zusammenarbeiten. (Jens Döll)

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