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Pastor Andrei Popescu verlässt Staufenberg in Richtung Italien

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Von: Kim Henneking

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Das Gemeindebüro in Uschlag war Andrei Popescus Arbeitsort. Er hat die Dörfer Uschlag, Benterode, Sichelnstein und Lutterberg betreut.
Das Gemeindebüro in Uschlag war Andrei Popescus Arbeitsort. Er hat die Dörfer Uschlag, Benterode, Sichelnstein und Lutterberg betreut. © Kim Henneking

Seine berufliche Reise wird ihn nun nach Italien führen: Andrei Popescu. Sieben Jahre lang war er Pastor in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Uschlag, Lutterberg und Benterode-Sichelnstein (Gemeinde Staufenberg).

Staufenberg – Sieben Jahre lang war Andrei Popescu Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Uschlag, Lutterberg und Benterode-Sichelnstein.

Von Staufenberg nach Triest in Italien

Nachdem er von Superintendent Thomas Henning in einem Abschiedsgottesdienst entpflichtet wurde, verlässt er diese Woche das Gemeindebüro in Uschlag. Sein neuer Wirkungsort ist eine kleine italienische Kirchengemeinde in der norditalienischen Großstadt Triest.

Staufenberg war Popescus erster Arbeitsort, erzählt er im Gespräch mit der HNA. 2004 war er fürs Studium nach Göttingen gezogen. Nach einem Vikariat in Lüneburg kam er 2016 nach Staufenberg. Eine besondere Herausforderung für den Berufseinstieg sei die Betreuung dreier Gemeinden statt der für einen Probepastor üblichen einen Gemeinde gewesen. „Ich habe viel gelernt, Positives wie Negatives“, sagt er.

„Ich habe viel gelernt, Positives wie Negatives“

Aufgewachsen in der rumänischen Hauptstadt Bukarest, sei das Leben auf dem Land eine große Umstellung für ihn gewesen. „Leider waren die Gottesdienste oft nicht gut besucht“, sagt der 39-Jährige. Besonders durch Beerdigungen und Konfirmandenunterricht habe er nach und nach seine Gemeindemitglieder persönlich kennengelernt. Wenn er auf die vergangenen sieben Jahre zurückblickt, denke er gerne an die gefeierten Gottesdienste und besonders auch an die Open-Air-Gottesdienste in der Burgruine Sichelnstein.

Besonders in Erinnerung werde ihm eine Gemeindefahrt in seine Heimat Rumänien bleiben. 40 Menschen aus Staufenberg waren mitgekommen, erzählt Popescu. Für ihn sei es die Möglichkeit gewesen, sein Land zu zeigen und vor allem einige Vorurteile der Besucher abzubauen. „Man muss sich selbst ein Bild von Dingen machen“, ist der Pastor überzeugt.

Über die Begeisterung seiner Teilnehmer habe er sich sehr gefreut. Seine nächste Station ist nun eine Herzensangelegenheit für Popescu: „Ich wollte schon immer Auslandspfarrer werden.“

Ein Auslandseinsatz sei eine einmalige Gelegenheit für einen Pastor. Bis zu neun Jahre könne die Hannoversche Landeskirche ihn entsenden. Eine erste Erfahrung war sein einjähriges Sondervikariat im schwedischen Göteborg. Nun geht es nach Italien, worauf sich Popescu besonders freut. Denn bereits während des Studiums habe er zwei Semester in Rom studiert.

In Staufenberg wurde Popescu vor Kurzem mit einer vollbesetzten Kirche verabschiedet

Dort habe er nicht nur fließend Italienisch gelernt, sondern auch seine Position als evangelischer Pastor unter Katholiken gefestigt. Orthodox getauft, lutherisch konfirmiert und studiert - „Das hat meine Liebe für die Ökumene entfacht“, sagt Popescu. So freue er sich nun auf die Zusammenarbeit seiner kleinen lutherischen Gemeinde in Triest mit den umliegenden katholischen, orthodoxen, methodistischen und waldensischen Kirchen.

In Staufenberg wurde Popescu vor Kurzem mit einer vollbesetzten Kirche verabschiedet, wie Kirchensprecherin Bettina Sangerhausen mitteilt.

„Herzlich, höflich und hilfsbereit“ habe Ortsbürgermeisterin Kerstin Schönebach-Wagner den scheidenden Pastor beschrieben. „Deine Predigten werden uns in Erinnerung bleiben!“ habe Bernd Pfurr vom Kirchenvorstand Benterode stellvertretend für alle Kirchenvorstände gesagt. Ab dem 01.02.2023 werde Pastor Henning Dobers die Vertretung in den drei Gemeinden übernehmen. (Kim Henneking)

In Laubach wurde der Turm der Kapelle neu gekrönt. Zudem fusionierten zum 01.01.2023 dir Kirchenkreise Hann. Münden und Göttingen.

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