Für 1,2 Millionen Euro entsteht ein Welcome-Center im Göttinger Bahnhof

Südniedersachsen wirbt verstärkt um Fachkräfte

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Ankommen in Göttingen: Im rechten Flügel des Bahnhofsgebäudes sollen Räume eingerichtet werden, um in- und ausländische Gäste, die in der Region arbeiten und leben wollen, zu begrüßen und ihnen erste wichtige Informationen zu geben.

Hann. Münden. Hochschulen, Unternehmen und Kommunen in Südniedersachsen werben gemeinsam verstärkt um Fach- und Führungskräfte aus dem In- und Ausland.

In den nächsten zwei Jahren werde für 1,2 Millionen Euro ein sogenanntes Welcome-Center aufgebaut, teilte Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin der Universität Göttingen, mit. Sie hat das Vorhaben, das Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen gemeinsam finanzieren wollen, ins Leben gerufen.

Geplant seien eine Anlaufzentrale in Räumen des Göttinger Bahnhofs sowie Ansprechpartner in den neun Mittelzentren der Region, darunter auch in Hann. Münden.

Im rechten Flügel des Bahnhofsgebäudes werde im Erdgeschoss ein Empfangsraum geschaffen. In dieser Welcome-Lounge, ausgestattet mit WLAN, einer Küche und Kinderspielecke werden Mitarbeiter die Neuankömmlinge und ihre Familien willkommen heißen und ihnen erste Tipps geben. Etwa zum Angebot an Wohnungen und Kindergartenplätzen oder zu Kontoeröffnung und Krankenversicherung.

Im Obergeschoss des Bahnhofs, so Casper-Hehne, werden Büros und ein Konferenzsaal eingerichtet; die Büros stünden den Partnern aus den Mittelzentren und aus der Wirtschaft zur Verfügung. Bis zu zehn feste Mitarbeiter werden in Göttingen tätig sein, darüber hinaus Teilzeitkräfte in den Mittelzentren. Ein zentrales Ziel sei, die Mehrsprachigkeit zu fördern. Dafür soll eine Internetplattform mit Willkommensangeboten weiterentwickelt werden, so die Uni-Vizepräsidentin.

Das regionweite Welcome-Center führt vorhandene Angebote zusammen, nämlich das Welcome-Center der Uni für Akademiker sowie das Genius-Göttingen-Angebot der Südniedersachsenstiftung für Fachkräfte aus der Wirtschaft. Mit im Boot ist das regionale Fachkräftebündnis, die Unternehmen Otto Bock, KWS Saat und Sartorius unterstützen das Angebot finanziell.

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