Ausstellung in St. Blasius bis Ende Juni

Die Symbolik der Kreuze

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Blick in die Ausstellung: Die Fotografien von Kai Niemann zeigen Kreuzmotive aus dem Umfeld von Bahnhöfen, festgehalten aus Blickwinkeln, die den Zufalls-Kreuzen eine ganz eigene Symbolik verleihen.

Hann. Münden. Niemand hat sie extra dort platziert, ihre Form ergibt sich zufällig und regt im Zusammenhang mit ihrem Umfeld zum Nachdenken an: Kreuze, entdeckt und mit der Kamera festgehalten von Kai Niemann, Fotograf und Mitarbeiter der Bahnhofsmission Oldenburg.

„KreuzWeise“ ist der Titel der daraus entstandenen Wanderausstellung, die noch bis Ende Juni in der Blasiuskirche in der Mündener Altstadt zu sehen ist. Geöffnet ist sie täglich von 11 bis 17 Uhr (Eintritt frei).

Ein Fensterkreuz, der Rest eines Zaunes – die Kreuzform findet sich an vielen Stellen, wenn man nur darauf achtet. So wirft Fotograf Niemann einen neuen Blick auf das christliche Symbol, holt es mitten in den Alltag. Der Zusammenhang zur Bahnhofsmission: Das Kreuz sei ein Zeichen des Leids, aber auch der Hoffnung, heißt es im Begleittext zur Ausstellung. Die Hoffnung lebendig erhalten, Leid lindern, dafür stehe auch die Bahnhofsmission.

Kurze Texte zu den Bildern, manchmal Bibelstellen, regen zum Nachdenken an. Da ist das zerrissene Kreuz, das mit dem zerbrochenen Leben Jesu verglichen wird. Oder eines, das zwar mit grünen Flechten Leben zeigt, aber auch aus Stacheldraht besteht. Mal schärft das Kreuz den inneren Blick auf das, was dahinter liegt – wie beim Blick am Fensterkreuz vorbei aufs Bahnhofsgelände – , mal gibt es selbst reichlich Vorlage zur Interpretation – wie das mehrfarbige, rostige Kreuz, das alt, aber trotzdem standfest ist.

Die Bilder reihen sich auf Stelltafeln an der Südseite der Kirche aneinander. Auf der gegenüberliegenden Seite wartet Beschäftigung für die jüngsten Besucher: Im mit Sand gefüllten Kreuz können Kinder nach kleinen Überraschungen graben, während die Erwachsenen sich von gedanklichen Schätzen in den Bildern der Ausstellung überraschen lassen.

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