Polizei sucht Zeugen

Geplante Flüchtlingsunterkunft in Westerode mit SS-Runen beschmiert

Westerode. Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Donnerstag, 7. Januar, eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Westerode bei Duderstadt mit Hakenkreuz und SS-Runen beschmiert.

Aktualisiert um 15:09 Uhr

Nun ermittelt das Göttinger Staatsschutzkommissariat und sucht Zeugen. Das Wohnhaus liegt im Ortskern an der Westeröder Straße, wo demnächst acht Flüchtlinge einziehen sollen. Die Täter sprühten in einer Größe von etwa 80 Zentimetern mit Farbe auf eine zum Kirchweg zeigende Wand des zweigeschossigen Fachwerkhauses ein Hakenkreuz und SS-Runen. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt. Von den Tätern fehlt jede Spur. Die Polizei geht von einer fremdenfeindlichen Motivation für die Tat aus und hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung eingeleitet. 

 Das 4. Fachkommissariat der Polizeiinspektion Göttingen, zuständig für die Bearbeitung von Staatsschutzdelikten, hat die Ermittlungen aufgenommen. Da das Gebäude direkt an der Hauptdurchfahrtsstraße des Ortes liegt, hoffen die Staatsschützer, dass Autofahrer, Passanten oder auch Anwohner die Farbschmierer bei der Tat oder aber bei Vorbereitungen beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Falles geben können.

Der Polizeipräsident der Polizeidirektion Göttingen Uwe Lührig findet unmissverständliche Worte für dieses menschlich verwerfliche Geschehen: „Volksverhetzende Schmierereien kann und wird die Polizei, gerade in der aktuellen Situation, in der vielen geflüchteten Menschen bei uns Unterkunft geboten wird, nicht dulden.“ Die Willkommenskultur dürfe nicht durch Einzelne, die zu solchen Mitteln greifen, untergraben werden. Die Aufklärung derlei Taten und die Ermittlung der Täter habe für die Polizei hohe Priorität, sagte Lührig. 

Hinweise zum Fall werden von der Polizei Göttingen unter Telefon 05 51/4 91 21 15 entgegen genommen.

Rubriklistenbild: © Rebecca Rath

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