Täuschungen und Tricks am Telefon: Frau aus Hann. Münden berichtet

Landkreis Göttingen. Call ID Spoofing heißt eine Betrugsmethode in der Informationstechnik, die die Polizei beschäftigt. Einem Angerufenen wird eine gefälschte Rufnummer angezeigt.

Kriminalhauptkommissar Oliver Knabe von der Polizeiinspektion Göttingen sagt: „Dabei wird bei der Rufnummeranzeige im angerufenen Telefon anstatt der tatsächlichen Rufnummer des Anrufers eine grundsätzlich frei wählbare Rufnummer angezeigt. Hierdurch ist es dem Täter möglich, seine wahre Identität beim Angerufenen zu verbergen und eine falsche Identität vorzutäuschen.“

Eine Frau aus Hann. Münden hat einen Täuschungsversuch kürzlich selbst erlebt. Die 66-Jährige aus dem Stadtteil Kattenbühl spricht von Panikmache des Anrufers, der sich als Polizist aus Wiesbaden ausgab. Er habe sie ausgefragt, wollte wissen, wie viel Geld sie auf dem Konto, ob sie Wertgegenstände im Haus habe, einen Stahlschrank besitze. Dabei habe der Anrufer vor aktuell aktiven Einbrecherbanden gewarnt.

Die 66-Jährige: „Da fühlte man mir auf den Zahn.“ Sie beendete das Gespräch, Schaden entstand keiner, sie rief anschließend die Polizei in Münden an, mit der Feststellung: Polizei hat nicht bei ihr angerufen. Für die Frau, sagt sie gegenüber der HNA, war es wichtig, den Fall öffentlich zu machen, um damit andere zu warnen.

Hauptkommissar Knabe sagt: „Die Möglichkeit des Call ID Spoofing besteht grundsätzlich bei Anrufen, die über das Internet geführt werden, also in unregulierten Netzen.“ Knabe erläutert das Perfide an dieser Methode: „Verlässt sich der Angerufene nun auf die im Display angezeigte Rufnummer, so glaubt er, tatsächlich mit der Polizei zu sprechen und ist den ihm gestellten Fragen und erhobenen Forderungen unter Umständen zugänglicher.“

Hinweise an die Polizei: 05541/9510. 

Rubriklistenbild: © dpa

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