Tönernes in allen Formen beim Fest des Töpfervereins

Bunte Werke: So manches Stück aus der Produktion der Oberoder Töpfer fand am Sonntag einen Käufer. Fotos: Eismann

Oberode. Das köstliche Kuchenbüffet war nicht aus Ton. Sonst aber kann man aus diesem Material fast alles machen, das bewiesen bei der 30-Jahr-Feier des Töpfervereins Oberode am Sonntag die Ausstellungsstücke der Aktiven.

Eulen und Pinguine hatte Michelle Henze geformt und kleine Schalen in knalligen Farben.

Heidrun Witzberger zeigte Platten mit den Abdrücken in den Ton gerollter Pflanzen und winzige Blumentöpfe, verziert mit Tiergesichtern aus Pappe und Kulleraugen. Und bei Annette Ulbricht begrüßten die Gäste riesige Zähne im Fischmaul eines Gartenornaments. Sie plant schon wieder, mehr Stücke in dieser Richtung herzustellen: „Das dauert etwas länger, ist aber eine umso schönere Bestätigung.“

Viel Besuch hatten die Töpfer zu ihrer Geburtstagsfeier im Dorfgemeinschaftshaus. Sicher an die hundert Personen, schätzte Vereinsvorsitzender Erwin Lehmann: „Wir mussten sogar noch mehr Tische und Stühle hereintragen.“

Befreundete Vereine überbrachten Grüße und Geschenke, Frauenchor und Männergesangverein untermalten die Feier mit ihrer Musik und Ortsbürgermeister Karl Heinz Held blickte in seiner Festrede auf die lange Tradition des Töpferhandwerks in Oberode zurück. Auch die Töpfer-Ausstellung im Obergeschoss war für die Besucher geöffnet.

Selbst um seine Zukunft scheint sich der Verein wenig Sorgen machen zu müssen. Stolz presste einer der jüngsten Kunden seinen neuen Ton-Vogel mit dem kessen Federschopf an seine Brust. Und einem jungen Mann mit dem frisch entdeckten Interesse am Töpfern konnte Annette Ulbricht nur den Tipp geben: „Kommen Sie nächsten Mittwoch um sechs wieder hier vorbei“ - dann wird getöpfert. (zee)

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