Weitere Unglücke nach tödlichem Unfall vom Mittwoch

A7-Vollsperrung nach tödlichem Unfall aufgelöst

Hann. Münden. Nach dem tödlichen Unfall auf der A7 am Mittwochabend, durch die Fahrspur Richtung Süden bis Donnerstagnachmittag voll gesperrt war, ist es auf der Strecke erneut zu Unfällen gekommen.

Video vom ersten Unfall

Die Autobahn war nach diesen weiteren Unfällen am Donnerstagnachmittag erneut voll gesperrt. Einer der Unfälle soll sich auf Höhe des Unfallortes vom Mittwochabend ereignet haben, ein weiterer kurz hinter dem Autobahndreieck Drammetal. Gegen 16 Uhr löste sich laut Polizei der dortige Stau langsam auf. Bei diesem Unfall sollen mehrere Autos beteiligt sein. 

Die Vollsperrung der A 7 in Richtung Kassel wurde gegen 15.30 Uhr wieder aufgehoben. Gegen 16 Uhr lief der Verkehr laut Polizei wieder. In Richtung Norden rollte der Verkehr wieder störungsfrei.

Auf der A7 hatte sich am Mittwoch gegen 18.05 Uhr zwischen der Werratalbrücke und der Abfahrt Hann. Münden/Lutterberg ein schwerer Unfall ereignet, bei dem ein 47-jähriger Mann aus dem Landkreis Osnabrück starb.

Die Aufräumarbeiten dauerten bis Donnerstagnachmittag, die Fahrbahn in Richtung Süden war zwischenzeitlich auf zwei Fahrstreifen wieder freigegeben.

Die extrem schlechten Wetterverhältnisse hatten den Einsatzkräften laut Polizei große Probleme bereitet. Die A7 war zwischen den Anschlussstellen Hedemünden und Lutterberg teilweise vereist. Bevor der Verkehr nach Abschluss der Räumungsarbeiten wieder freigegeben werden konnte, mussten hier erst Räumfahrzeuge die Strecke enteisen. Zudem sollte die bei dem Unfall durchbrochene Mittelleitplanke repariert werden. Währenddessen war es offenbar zu dem zweiten Unfall gekommen.

Aktualisiert um 19.30 Uhr

Im Raum Hann. Münden ist der Verkehr auf der gesamten Umleitungsstrecke (B 80 von Hann. Münden, B496 zur Anschlussstelle Lutterberg) sowie im Stadtgebiet am Donnerstag zum Erliegen gekommen. Autofahrern wurde dringend empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren. Deshalb kam es auch bei der Zustellung der gedruckten HNA in Südniedersachsen zu Verzögerungen.

Zusätzliche Probleme gab es am Donnerstagnachmittag im Bereich der Umleitungstrecke über die Bundesstraße 496 von Hann. Münden zur Anschlusstelle Lutterberg. Bei Bonaforth war der Bahnübergang aufgrund eines nach technischem Defekt liegengebliebenen Zuges gesperrt.

Bei dem tödlichen Unfall am Mittwochabend waren zwei weitere Personen laut eines ersten Polizeiberichtes in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Beide wurden von Rettungskräften befreit und in das Klinikum in Kassel gebracht. Insgesamt waren sechs Menschen schwer oder leicht verletzt worden.

Ersten Ermittlungen der Autobahnpolizei Göttingen zufolge befuhr ein 43-jähriger Lkw-Fahrer aus Rumänien die A 7 in Richtung Norden und geriet aus ungeklärter Ursache beim Abbremsen in einer Gefällstrecke vom rechten Hauptfahrstreifen nach links auf die beiden Überholspuren. Dabei touchierte er den Mercedes einer 28-jährigen Frau aus dem Main-Kinzig-Kreis. Der Lkw und der Mercedes durchbrachen anschließend die Mittelleitplanke und kollidierten auf der Südfahrbahn mit zwei entgegenkommenden Autos, einem Volvo und einem Mitsubishi. Der Mercedes der 28-Jährigen kam an einem Böschungshang zum Stehen. Die Frau erlitt leichte Verletzungen.

Todesopfer nach Unfall auf A7 nahe Werratalbrücke

Im Volvo saßen zum Zeitpunkt des Unfalls drei Personen: Bei der Kollision mit dem Lkw wurde der 47 Jahre alte Beifahrer so schwer verletzt, das er noch an der Unfallstelle verstarb. Die 46-Jährige Fahrerin sowie ein 13-jähriger Junge wurden schwer verletzt. Der 51-jährige Fahrer des Mitsubishis aus dem Landkreis Oder-Spree (Brandenburg) und seine 17-jährige Beifahrerin wurden beim Unfall in ihrem Auto eingeklemmt und ebenfalls schwer verletzt. Sie wurden von der Feuerwehr befreit und ins Klinikum Kassel gebracht.

Der Gesamtschaden wird auf 170.000 Euro geschätzt.

Die Fahrbahnen waren am Mittwochabend in beide Richtungen voll gesperrt und es kam zu kilometerlangen Staus.

Die beiden Rettungshubschrauber Christoph 44 und Christoph 7 landeten an der Unfallstelle auf der Südfahrbahn. Feuerwehrleute aus Hann. Münden und Staufenberg sowie das THW Hann. Münden waren am Unfallort im Einsatz.

Ein Sachverständiger des Deutschen Kraftfahrzeugs-Überwachungs-Vereins (DEKRA) wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Göttingen eingeschaltet, um den Unfallhergang - der bisher noch unklar ist - zu untersuchen.

Mehrere Unfälle auf der A7 zwischen Münden und Lutterberg

Radio HNA: So war meine Nacht im Stau

Rubriklistenbild: © HNA/Burkhardt

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.