Udo-Jürgens-Abend: Bekanntes neu erlebt

Hommage an Udo Jürgens: Michael von Zalejski am Flügel. Foto: Hild

Dransfeld. Michael von Zalejski, der am Freitagabend am Flügel auf der Bühne der Dransfelder Stadthalle Platz nahm, imitierte Udo Jürgens nicht einfach, sondern interpretierte die bekannten Lieder auf seine eigene Art.

Nur mit seiner kraftvollen Stimme, ohne große Show, holte er die Konzertgäste in seiner unkompliziert-sympatischen Art musikalisch ab und nahm sie mit auf die Reise durch einen wunderbaren Chansonabend, dessen Zauber sich kein Zuhörer entziehen konnte.

Die Liedertexte, mal traurig, mal bissig, sarkastisch, lustig oder einfach Geschichten aus dem Alltag. „Seit drei Jahren präsentiere ich die Hommage. Wer jetzt den großen Schlagerabend erwartet hat, der wird nicht enttäuscht, aber er wird sich überraschen lassen.“ Von Zalejski sang viele „Lieder von der B-Seite“. Die Udo Jürgens Lieder, die es nie auf die obersten Ränge der Hitlisten geschafft hatten. Insbesondere die vergessenen „Lieder, die im Schatten stehen“, wie Udo Jürgens sie selbst einmal auf Alben zusammengestellt hat, in Kombination mit seinen bekannten Hits.

Exzellente Eigen-Interpretationen der Lieder, die zwar unverkennbar den selben Text und Noten der Originale hatten, dennoch einen anderen, eigenen Zauber entwickelten. Zur Kategorie Lebenshilfe gehörte das Lied „Weichei“. „Eine Frau wie du braucht keinen Dunkelliebemacher, keinen Sissi-Film-Flenner, keinen Charterflugzeuglandungs-Applaudierer, keinen Lindenstraßenkenner, so einer ist doch echt ein Graus, schmeiß ihn raus“. Auch im Programm der Klassiker „Vielen Dank für die Blumen“, dem Soundtrack der Tom und Jerry Filme, doch kennt jemand die Strophen? Und so reihten sich nachdenkliche, traurige und witzige Lieder in perfekter Mischung aneinander und trafen direkt in die Herzen der Besucher.

Es wurde konzentriert nachdenklich zugehört, mitgesungen, mitgeklatscht, mitgewippt und geschunkelt. Für das Lied „Kurze Unterbrechung“ übte der ganze Saal lachend die Textstelle „Schup schupdidup dumidumdumdum schupdidup“.

Ganz Besonders war auch die Interpretation des Liedes „Griechischer Wein“. Gefühlvoll, eindringlich langsam und nicht vom Taktstock getrieben, gab Zalejski dem Zuhörer die Chance es noch einmal ganz neu kennenzulernen. (ymh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.