Flexible Stromerzeugungen für eine Million Euro

EAM übernimmt Barlisser Biogasanlage

Bioenergieanlage Barlissen

Barlissen/Kassel. Die EAM übernimmt ab 1. Mai den Betrieb der Biogasanlage und des Nahwärmenetzes in Barlissen. Lange gab es Gerüchte, das die Anlage vor dem Aus steht.

Am Mittwoch unterzeichneten EAM EnergiePlus-Geschäftsführer Siegmund Laufer und die Vorstandsmitglieder der Genossenschaft Bioenergiedorf Barlissen, Klaus Eilert und Mathias Bergmann, entsprechende Verträge.

Lange hatten sich Gerüchte gehalten, wonach die Biogasanlage vor dem Aus stünde. Probleme im ehemaligen Management und daraus folgende Verzögerungen bei der Bezahlung von Lieferanten, Dienstleistern und Lohnunternehmen hatten die Genossenschaft vor finanzielle Probleme gestellt.

Eine Lösung musste her. Und die scheint nun gefunden. Die EAM will die seit 2009 bestehende Biogasanlage modernisieren und dafür rund eine Million Euro investieren. „Als neuer Betreiber werden wir unter anderem die Stromerzeugung in der Biogasanlage zukünftig flexibler gestalten“, sagt Laufer.

„Dafür installieren wir ein neues, leistungsfähigeres Blockheizkraftwerk, in dem der Strom nicht mehr durchgehend, sondern flexibler erzeugt wird - und zwar genau zu den Zeiten, wenn der Strom tatsächlich auch benötigt und entsprechend vergütet wird.“ Durch diese Flexibilisierung könne man die Anlage deutlich wirtschaftlicher als bisher betreiben. Die Biogasanlage in Barlissen produziert jährlich rund eine Million Kilowattstunden Wärme und versorgt damit etwa 50 Haushalte.

Zusätzlich werden bislang vor Ort in einem Blockheizkraftwerk jedes Jahr etwa zwei Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt, der ins Netz eingespeist und nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) vergütet wird. Durch die Modernisierung der Anlage wird die Menge des erzeugten Stroms zukünftig auf jährlich etwa 2,2 Millionen Kilowattstunden steigen. Für die Kunden der Biogasanlage ändert sich nichts: Ihre laufenden Verträge werden übernommen.

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