Asbest und Wasser behindern Arbeiten nicht 

Umbau des ehemaligen Krankenhauses zum Flüchtlingsheim in Hann. Münden

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Baustelle: Unser Foto zeigt den Winkelbau und den Kopfbau des früheren Vereinskrankenhauses von hinten, nachdem zwei Gebäudeteile wie der OP-Trakt abgerissen wurden.

Hann. Münden. Der Umbau des früheren Vereinskrankenhauses (VKH) zu einer Integrierten Flüchtlingsunterkunft und Begegnungszentrum, dem „Haus der Nationen in Neumünden“, liegt im Zeitplan und verlaufe ohne „auffällige Probleme“.

Das teilte der Sprecher des Landkreises Göttingen, Ulrich Lottmann, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Das betreffe auch den Umgang mit asbesthaltigen Baustoffen, die in älteren Gebäuden nicht selten seien.

Lottmann: „Die gesamte Baumaßnahme wird neben einem Sicherheits- und Gesundheitskoordinator auch von einem Umweltbüro begleitet. Vorhandene Baustoffe werden auf mögliche Schadstoffe untersucht und gemäß den technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) zurückgebaut und entsorgt. Vorgefunden und entsorgt wurden unter anderem bauzeittypische Flexplatten und Asbestzementrohre.“

Bewohner, Beschäftigte oder Anlieger seien aufgrund des fachgerechten Umgangs nicht gefährdet, so Lottmann.

Es gebe auch keine größeren Probleme mit Wasser auf der Baustelle, so Lottmann. „In einem Teilbereich des Kellergeschosses ist man bei Aushubarbeiten auf Schichtenwasser gestoßen. Hier wurde eine flächige Drainage eingebaut. Dies ist bei derartigen Arbeiten und Tiefen nicht ungewöhnlich und stellt kein Problem für den Baufortschritt dar.“

Die Umbauarbeiten des Vereinskrankenhauses haben im Juni vergangenen Jahres mit dem Abriss von nicht benötigen Gebäudetrakten begonnen. Veranschlagt hat der Landkreis Kosten von rund acht Millionen Euro. Nach Fertigstellung sollen dort maximal 220 Flüchtlinge leben und sich beruflich qualifizieren können. Und die Bewohner Neumündens sollen von der Einrichtung als Stadtteil- und Begegnungszentrum profitieren. Geführt wird das „Haus der Nationen in Neumünden“ von der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB). Die Projektleitung hat Udo Hahne.

Für Flüchtlinge genutzt wird auf dem früheren VKH-Gelände bereits das sogenannte Gartenhaus am Waldrand. Dort leben seit einigen Monaten zwölf Personen. Nach Angaben Hahnes sind es eine Mutter aus Simbabwe mit zwei Kindern, eine Mutter aus Syrien mit zwei Kindern sowie ein Paar mit einem Baby aus der Türkei und ein Paar mit einem Baby aus Afghanistan. Insgesamt können im Gartenhaus 32 Personen wohnen. 

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