Ergebnisse einer Befragung wurden im Ausschuss präsentiert

Umfrage: Jeder Dritte sagt Nein zu Kreisfusion

Landkreis Göttingen. Viele Einwohner im Landkreis Göttingen stehen einer Fusion der Landkreise in Südniedersachsen skeptisch bis negativ gegenüber. Das ergab eine Umfrage, die im Dezember und Januar in der Region lief. Erste Ergebnisse wurden am Donnerstag im Fusionsausschuss des Göttinger Kreistages vorgestellt.

Mehr als jeder Dritte der gut 850 Befragten bewertete das Thema Kreisfusion negativ. Die Hälfte der Interviewten war neutral zu dem Thema eingestellt. Lediglich jeder siebte Befragte äußerte sich beim Thema Fusion positiv.

Dr. Jürgen Leibold von der Universität Göttingen hatte die Befragung organisiert. Von der Kreisverwaltung waren 1500 Einwohner aus Stadt und Landkreis für die Aktion ausgewählt worden. Gut 850 vollständig ausgefüllte Fragebögen kamen zurück.

Dass über die Kreisfusion in der Bevölkerung diskutiert wird, zeigt folgende Zahl: Fast drei Viertel (72,6 Prozent) der Befragten war das Fusionsvorhaben bekannt.

Gewichtige Bedenken gegen die Fusion gab es insbesondere aus dem Göttinger Kreisgebiet: Dort wird befürchtet, dass die Wege zur Verwaltung deutlich länger werden. Bei den Vorteilen der Kreisfusion werden insbesondere mögliche Einsparungen angeführt. Wissenschaftler Leibold machte deutlich, dass mehr negative Auswirkungen durch die Kreisfusion im Kreisgebiet erwartet werden. Nach seinen Angaben gab es ganz ähnliche Ergebnisse bei einer Befragung im Landkreis Northeim.

Rüdiger Reyhn vom Landschaftsverband Südniedersachsen stellte eine erste Auswertung der Nutzung einer Internetseite zum Thema Kreisfusion vor. Unter der Adresse www.kreis-fusionen.de können sich Interessierte seit Ende November über das Thema informieren. Bislang haben sich über 3000 Nutzer das Angebot angeschaut. Sie riefen im Durchschnitt vier bis fünf Seiten des Internetangebots auf. (bsc) ZUM TAGE

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