Umrahmt von vielen Skulpturen

Hann. Münden: Konzert zur Erinnerung an Ekkahart Bouchon

Tibinichin und Sophia Gassina brachten mit ihren Klängen den Verstorbenen noch einmal ins Gedächtnis der Familie und der Gäste zurück.
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Tibinichin und Sophia Gassina brachten mit ihren Klängen den Verstorbenen noch einmal ins Gedächtnis der Familie und der Gäste zurück.

Zum Gedenken an den kürzlich verstorbenen Mündener Bildhauer Ekkahart Bouchon fand am Freitagabend in der Galerie Dreiklang ein klassisches Konzert mit den Musikern Tibinichin und Sophia Gassina statt.

Hann. Münden – Zum Gedenken an den kürzlich verstorbenen Mündener Bildhauer Ekkahart Bouchon fand am Freitagabend in der Galerie Dreiklang ein klassisches Konzert mit den Musikern Tibinichin und Sophia Gassina statt. Umrahmt von den vielen Skulpturen des Verstorbenen und den Gemälden seiner Frau, der Malerin Nina Geling, gewannen die Besucher einen Einblick in die Schaffenskraft des Künstlerehepaares. Mit ihren Klängen schafften sie es die beiden Musiker, die Familie und die 25 Gäste dem Künstler Ekkahart Bouchon gedanklich noch einmal nahe zu bringen.

Zuvor hatten die Witwe und der gemeinsame Sohn Grigori Bouchon (28) einen Rückblick über das Wirken und Schaffen des Verstorbenen gegeben. Nina Geling machte deutlich, dass sie beide stets die Kunst des anderen respektiert hätten und sich dabei nie ins Gehege gekommen sind. Sie hat sich ihren Bildern gewidmet, seine Leidenschaft gehörte den Holzskulpturen. Dies habe auch bewirkt, dass beide unabhängig voneinander, oft das gleiche Thema in ihren Werken umsetzten.

Beiden ging es darum, eine Brücke der Verständigung zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern insbesondere nach Russland zu schlagen. Ausstellende oder musizierende Künstler konnten bei dem Künstlerehepaar wohnen und arbeiten.

Sie berichtete, wie der Name der Galerie „Dreiklang“ entstanden ist: Die drei gleichzeitig erklingenden Töne symbolisieren den emotionalen Kontakt zwischen Malerin, Bildhauer und Betrachter.

Mit einigen netten Anekdoten, wie beispielsweise über die Arbeitswut ihres verstorbenen Mannes, wurde deutlich, dass er in ihrem Herzen und in ihren Gedanken weiterlebt. Kaum sei eine Skulptur fertig gewesen, sei schon die Idee für die nächste geboren. „Mein Vater ist älter, aber nie alt, geworden“, sagte sein Sohn.

Ekkahart Bouchon habe nie ruhen können, seine Arbeit mit Holz war sein Leben. Selbst in seinen letzten Worten habe er noch erwähnt, dass noch sehr viel Holz darauf warte, von ihm bearbeitet zu werden. Selbst wenn es mal drunter und drüber ging, und sie nicht wusste, wie man alles bewältigen soll, meinte er nur, das schaffen wir und ging Schritt für Schritt voran. Das schätze Nina Geling an ihrem Mann.

In einem Video wurde den Gästen ein letztes Mal Bouchons Engagement, seine Zuversicht und seine Willenskraft vermittelt. Das war vorerst die letzte Veranstaltung in der Galerie Dreiklang, denn die Witwe weiß noch nicht, wie sie Konzerte und Ausstellungen allein bewältigen soll. (Petra Siebert)

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