25 Jahre Kommunalpolitik

Uwe Kamm beendet ehrenamtliche Tätigkeit im Gemeinderat Niemetal

Uwe Kamm in Ellershausen
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Uwe Kamm war 25 Jahre im Gemeinderat und als stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Niemetal tätig.

Uwe Kamm aus Ellershausen war 25 Jahre kommunalpolitisch aktiv, im Rat der Gemeinde Niemetal und der Samtgemeinde Dransfeld.

Ellershausen – Im Leben von Uwe Kamm hat das Ehrenamt über viele Jahre eine wichtige Rolle gespielt. Nachdem der Ellershäuser im vergangenen Jahr bereits den Vorsitz beim örtlichen Sportverein JTSV niedergelegt hatte ist jetzt auch das Kapitel Kommunalpolitik nach 25 Jahren als Ratsmitglied und stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Niemetal beendet. „Irgendwann muss ja mal Schluss sein“, sagt Uwe Kamm, dessen Ehrenamtskarriere 1971 mit der Übernahme der Leitung der Tischtennissparte beim JTSV Bramwald Ellershausen begann.

1991 folgte mit dem Eintritt in die SPD der Schritt in die Kommunalpolitik. „Mein Vater war lange Mitglied des Gemeinderates und so bin ich da irgendwie reingewachsen“, sagt der heute 71-jährige ehemalige Werkzeugmacher, der vor seinem Eintritt in die SPD als Betriebsrat gewerkschaftlich aktiv gewesen war.

1996 überschlugen sich dann für Kamm die Ereignisse. Zum einen wurde er zum Vorsitzenden des JTSV Bramwald gewählt, zum anderen zog er als frisch gewähltes Mitglied in den Gemeinderat ein und wurde dort sofort zum stellvertretenden Bürgermeister ernannt. „Ich habe mich damals bei der Kommunalwahl aufstellen lassen, weil ich dazu beitragen wollte, unsere Gemeinde weiterzuentwickeln“, sagt Kamm, für den in den folgenden zweieinhalb Jahrzehnten neben dem Thema Bioenergie, Gruppendorferneuerung und Glasfaserausbau vor allem die Sportvereine Priorität hatten. „Ich habe immer versucht, ruhig und sachlich Politik zu machen und hatte immer ein offenes Ohr für die Interessen der Vereine“, so Kamm.

Uwe Kamm: Junge Menschen können „Zukunft im eigenen Dorf mitgestalten“

Von 2001 bis September dieses Jahres war er auch Mitglied des Samtgemeinderates. Dass er die letzten fünf Jahre als „parteiloser Einzelkämpfer“ im Gemeinderat und als Mitglied der Freie Wähler-Fraktion im Samtgemeinderat saß, lag an parteiinternen Streitigkeiten unmittelbar nach der Kommunalwahl 2016. „Damals war ich wieder für die SPD angetreten, bin dann aber wegen Unstimmigkeiten aus der Partei ausgetreten“, erzählt Uwe Kamm.

Auch zur Wahl im September hatte er noch einmal seinen Hut als Parteiloser in den Ring geworfen, dann aber nicht genug Stimmen für einen Einzug in die beiden Gremien erhalten. „Die letzte Zeit in der Kommunalpolitik hätte ich mir sicher etwas anders gewünscht“, sagt der 71-Jährige. Bereuen würde er aber nichts. „Und trotz allem haben wir im Rat weiter alle an einem Strang gezogen und zum Wohle der Gemeinde zusammengearbeitet.“

Auch wenn für ihn jetzt Schluss ist mit der Kommunalpolitik, kann Uwe Kamm jungen Menschen den Schritt dahin nur ans Herz legen. „Es gibt in kleinen Dörfern meistens viele Baustellen, die auf dieser Ebene gelöst werden können“, sagt er. Außerdem sei die Mitarbeit im Orts- oder Gemeinderat eine gute Möglichkeit, die Zukunft im eigenen Dorf mitzugestalten.

(von Per Schröter)

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