Verabschiedung

Vera Wengel verabschiedet sich vom Präventionsrat Dransfeld

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Ganz entspannt: Nach ihrem Umzug nach Göttingen genießt Vera Wengel unter anderem im schönen Garten ihres Reihenhauses die neu gewonnene Freizeit. 

Wenn ein Mensch einen Verein oder eine Institution ehrenamtlich lange Jahre erfolgreich als Vorstand leitet und dann das Amt niederlegt, hinterlässt er meistens eine kaum zu schließende Lücke. Genauso ist es auch bei Vera Wengel.

Sie hatte nach 15 Jahren bereits im Frühjahr den Vorsitz des Präventionsrates der Samtgemeinde Dransfeld abgegeben und am heutigen Freitag gebührend verabschiedet wird.

„Als der ehemalige Samtgemeindebürgermeister Horst Pätzold den Präventionsrat 2003 ins Leben rief, habe ich dort sofort mitgemacht, weil ich mich allein schon aus beruflichen Gründen für das Thema interessiert habe“, sagt die ehemalige Lehrerin, die seinerzeit an der Grundschule in Scheden unterrichtete. „Ich wollte diese gute Sache unterstützen, und als sich niemand anderes fand, der den Vorsitz übernehmen wollte, habe ich mich eben zur Verfügung gestellt“, erinnert sich die gebürtige Schleswig-Holsteinerin zurück.

Zunächst startete der Präventionsrat, dem zu Beginn rund 30 Mitglieder aus allen Bereichen der Gesellschaft angehörten, mit zwei Arbeitsgruppen zu den Themen Gewalt sowie Alkohol und Drogen. „Wir haben uns dann aber schnell entschlossen, diese Themen zusammenzufassen und uns um allgemeine Präventionsarbeit zu kümmern“, sagt Wengel. „Und wir haben im Laufe der Jahre viel gemacht und viel erreicht“, blickt sie nicht ohne Stolz zurück. Neben zahlreichen Infoveranstaltungen habe der Präventionsrat themenbezogene Theaterstücke an Schulen geholt, die „Klasse 2000“ als Primärprävention an den beiden Grundschulen der Samtgemeinde initiiert und diverse Projekte angeschoben und organisiert. „Am liebsten erinnere ich mich an die drei Feste für Vielfalt und Toleranz in der Dransfelder Stadthalle sowie den Markt der Möglichkeiten zurück, weil diese Veranstaltungen eine enorm breite Akzeptanz fanden und eine großartige Resonanz in der Bevölkerung hatten“, sagt die 66-Jährige. Ebenfalls gerne erinnere sie sich an das zweiwöchige Projekt gegen häusliche Gewalt zurück, bei dem dieses brisante Thema unter anderem mit Filmen, Lesungen, Musik und Theater beleuchtet wurde.

Dass Vera Wengel den Vorsitz im Präventionsrat abgibt, hat nun einen einfachen Grund. „Nach unserem Umzug nach Göttingen wollte ich einfach Freiräume für ehrenamtliche Arbeit an meinem neuen Wohnort schaffen“, sagt sie.

Eigentlich habe sie das Amt schon Ende vergangenen Jahres niederlegen wollen, aber, da sich kein Nachfolger fand, habe sie bis Ostern weitergemacht. „Die Nachfolge ist zwar noch immer nicht geregelt – was ich zutiefst bedaure – aber irgendwann muss ja dann doch auch mal Schluss sein“, sagt Wengel. Ganz verzichten muss man auf sie beim Präventionsrat aber nicht.

„Ich werde weiter in den Arbeitsgruppen mitarbeiten, weil mir das nach wie vor wichtig ist und weil ich ein paar Projekte angestoßen habe, die ich auch noch zu Ende bringen will“, sagt sie.

In Göttingen arbeite sie zusammen mit ihrem Mann Ernst Achilles-Wengel inzwischen beim Projekt „Zeit für Jugendliche“ der dortigen Bürgerstiftung aktiv mit. Langweilig dürfte es Vera Wengel also trotz Ruhestands und neu gewonnener Freizeit keinesfalls werden.  

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