Ungarn reagierte auf öffentliche Vorwürfe

Verein sagt Fest der Partnerstädte ab

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Hier geht´s zu den Partnerstädten: Die Schilder stehen in Dransfeld an der Langen Straße. 

Samtgemeinde Dransfeld – Das für Pfingsten geplante große Treffen der Partnerstädte in Dransfeld wird nicht stattfinden. Die ungarische Delegation hat nach Neonazi-Vorwurf abgesagt. 

Der Verein für Partnerschaften und internationale Begegnungen der Stadt Dransfeld hat das internationale Fest nun komplett  abgesagt: Die Delegation aus der ungarischen Partnerstadt Rácalmás hatte ihre Teilnahme zurückgezogen, nachdem in der April-Ausgabe der Dransfelder Informationen ein Leserbrief unter dem Titel „Partnerschaft zu Neonazis“ veröffentlicht worden war. Darin hatte Ulrich Maschke namens der Partei Die Linke den politischen Rechtsruck in Ungarn scharf kritisiert und schrieb, auch die Partnerstadt habe mehrheitlich rechts gewählt.

Die Linke, kündigte Maschke an, werde die ungarische Delegation „gebührend empfangen“, mit Demonstration und Transparent. 

Die "Dransfelder Information", das Monatsblatt für die Samtgemeinde,  werde auch in die Partnerschaft geschickt, so Partnerschaftsvereinsvorsitzender Michael Tacke. Der parteiunabhängige Bürgermeister von Rácalmás, Stefan Schrick, kann perfekt Deutsch. Zwar war die Mai-Ausgabe der Dransfelder Monatsschrift voll von Leserbriefen, die sich für die Partnerschaft aussprachen und vor Pauschalisierungen warnten. Dennoch zogen die Ungarn ihre Teilnahme zurück.

„Das Organisationskomitee der Partnerschaftsvereine der Samtgemeinde Dransfeld hat sich daher aus Solidarität mit der ungarischen Partnerstadt Rácalmás entschlossen, das gesamte Treffen abzusagen“, schreibt Tacke in einer Pressemitteilung. 

„Wir reden mit den Leuten immer sehr offen über die politischen Verhältnisse“, so Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers. Die Menschen hätten ihre eigenen Meinungen, die ganz anders seien als das, was Maschke ihnen vorwerfe. 

Verschönerungsverein sagt Einweihung Hasenmelkerpfad ab

Unterdessen teilt Friedrich-Georg Rehkopp vom Dransfelder Verschönerungsverein mit, dass auch die für Pfingsten geplante Einweihung des Hasenmelkerpfades nicht stattfinden werde. Diese wäre in das Partnerschaftsfest eingebettet gewesen und verbunden mit einer Feier "55 Jahre neuer Gaußturm". 

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