Von der Kita bis zur Oberschule

Samtgemeinde Dransfeld unterzeichnet Programm gegen Gewalt und für soziales Lernen

Das neue Programm gegen Gewalt und für soziales Lernen soll auch in den Kitas der Samtgemeinde genutzt werden (Symbolbild).
+
Das neue Programm gegen Gewalt und für soziales Lernen soll auch in den Kitas der Samtgemeinde genutzt werden (Symbolbild).

Die Samtgemeinde Dransfeld hat am Freitag, 12. Februar, mit dem Landkreis Göttingen den Vertrag für das Programm „Prävention als Chance“ (PAC) unterzeichnet.

Dransfeld - Der Samtgemeinderat hatte sich im Dezember dafür ausgesprochen (wir berichteten). Das Programm läuft zunächst bis zum 31. Dezember 2024, eine Verlängerung wird vertraglich angestrebt. PAC ist ein niedersachsenweites Programm für Kommunen zur Gewaltprävention und für soziales Lernen. Die Angebote in den teilnehmenden Bildungseinrichtungen bauen aufeinander auf. In der Samtgemeinde nehmen laut Verwaltung die DRK-Kitas in Jühnde, Scheden und Bühren, sowie die Grundschule Scheden und die Oberschule Dransfeld teil.

Beim Wechsel von einer Einrichtung zur anderen können Kinder auf ihre Erfahrungen aus demselben Programm zurückgreifen. Die Grundschule Dransfeld und die Kindergärten der kirchlichen Träger hätten sich bisher nicht angeschlossen, könnten dies aber später tun.

Die Vertragsunterzeichnung mit der Samtgemeinde bezeichnete Marcel Riethig, Kreisrat und Dezernent für Jugend, Bildung, Arbeit, Soziales und Kultur, im digitalen Treffen als „Meilenstein“ für den Landkreis. Das Programm werde bereits seit 2012 in der Region angeboten. Der Landkreis Göttingen sei der einzige mit dem Anspruch, PAC flächendeckend umzusetzen und auch der Landkreis mit den meisten PAC-Standorten. In der näheren Umgebung nehme Adelebsen bereits teil und Riethig hoffe, auch Hann. Münden bald dazu zu zählen.

„Es geht nicht darum, den Einrichtungen etwas Neues von oben aufzustülpen, sondern eine Methodik zu haben, mit der alle gemeinsam das gleiche Ziel verfolgen können“, sagte Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers. Die Bildungsinstitutionen könnten damit eigene Ressourcen schönen. „Wir sehen es als gute Ergänzung zu den eigenen Einrichtungen, die wir haben“, fügt er mit Blick auf das Familienzentrum und die Gleichstellungsarbeit durch Bettina Aue und den Präventionsrat und die Jugendarbeit unter Rochus Winkler an.

Beide waren bei der Unterzeichnung dabei, drückten ihre Zustimmung zum Projekt aus und sehen viele Anknüpfungspunkte an ihre Arbeit. Die PAC-Koordinatorinnen Susanne Stöber, Constanze Brauschke und Sibylle Ponath sind Ansprechpartner für die Einrichtungen, Susanne Stöber ist vorrangig für die Samtgemeinde zuständig. In den kommenden Wochen werde der Kontakt zu den Teilnehmer gesucht und Bedarfe geklärt.

„Wir sehen uns als ein lernendes Programm“, so Stöber. Ein erstes virtuelles Treffen sei für Februar geplant. Sie erwarte, im Sommer die Ergebnisse vorstellen und erste Themen festlegen zu können. In der Samtgemeinde gebe es eine gute Basis an Präventionsarbeit, auf die aufgebaut werden könne, fügt Sibylle Ponath an.

Das Programm soll beispielsweise zur Prävention von sexualisierter Gewalt und Mobbing, sowie zu mehr Medien- und Demokratiekompetenz beitragen, erklärt Susann Stöber. Die Erfahrung in anderen Standorten zeigten, dass die Schulkultur sich stark verbessert habe. Lehrer hätten zurückgemeldet, „dass sie endlich wieder Unterricht machen können“, nachdem Störungen im Unterricht zurückgegangen und das gemeinsame Lernen zugenommen habe, fügt Sibylle Ponath an.

Der Landkreis übernimmt jährlich 20 000 Euro der Kosten, die Samtgemeinde 5 700 Euro. Träger des Programms sind das Landeskriminalamt, der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover und die Landesunfallkasse Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Kultusministerium. (Kim Henneking)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.